Der Deutsche Bundestag hat am 23. Juni 2026 eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion erhalten, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, Auskunft über sämtliche Forschungsprojekte, Gutachten, Ressortforschungsvorhaben und externen Beratungsleistungen seit 2019 zu geben, die sich mit den Auswirkungen von Erdkabeln, Freileitungen, erneuerbaren Energieanlagen und Netzinfrastruktur auf Bodenfunktionen und Bodenorganismen befassen.
Hintergrund der Anfrage
Die Anfrage, dokumentiert unter der Nummer 21/6493, richtet sich insbesondere an die Frage, in welchem Umfang wissenschaftliche Studien und Gutachten zu potenziellen Veränderungen der Bodenbeschaffenheit und zu möglichen Beeinträchtigungen von Bodenlebewesen durch den Ausbau der Stromnetze bereits beauftragt oder gefördert wurden.
Umfang der geforderten Informationen
Gefordert werden detaillierte Angaben zu allen internen Forschungsinitiativen der Bundesbehörden sowie zu externen Aufträgen, die seit dem Jahr 2019 vergeben wurden. Dazu zählen sowohl langfristige Monitoring‑Programme als auch einzelne Expertisen, die von Universitäten, Forschungsinstituten oder privaten Beratungsunternehmen erstellt wurden.
Die Bundesregierung soll zudem angeben, welche Mittel für diese Vorhaben bereitgestellt wurden und welche Ergebnisse bereits vorliegen. Daraus folgt, dass die Behörde innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist eine umfassende Rückmeldung erarbeiten muss.
Relevanz für Umwelt‑ und Energiepolitik
Die Anfrage spiegelt ein wachsendes Interesse an den ökologischen Folgen des beschleunigten Ausbaus erneuerbarer Energien wider. Insbesondere die Verlegung von Erdkabeln und der Bau von Freileitungen können die Bodenstruktur verändern und das Mikroklima beeinflussen, was potenziell Auswirkungen auf die Biodiversität im Untergrund hat.
Zusätzlich betont die Fraktion, dass ein transparentes Bild über bereits durchgeführte Forschung für zukünftige Planungen und Genehmigungsverfahren von Bedeutung sei. Damit könnten mögliche negative Effekte frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen entwickelt werden.
Die Pressemitteilung des Bundestags, verfasst von der Pressestelle (hib/NKI), weist darauf hin, dass die Anfrage Teil einer breiteren parlamentarischen Kontrolle über die Umsetzung der Energiewende ist. Der Vorgang wird im Rahmen der regulären parlamentarischen Arbeit weiter verfolgt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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