Deutschland: Bundestag prüft PSI-Übernahme durch Warburg-Pincus
Der Deutsche Bundestag hat eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erhalten, in der die Bundesregierung um Auskunft zu den geplanten Übernahmeplänen des US‑Finanzinvestors Warburg‑Pincus für den deutschen IT‑Dienstleister PSI gebeten wird.
Hintergrund der Firma PSI
PSI gilt als zentraler Lieferant von IT‑Infrastruktur für Energiekonzerne, Netz‑ und Speicherbetreiber. Die bereitgestellte Software werde unmittelbar für den Betrieb kritischer Energieinfrastruktur eingesetzt und habe damit direkte Auswirkungen auf die Energiesicherheit der Bundesrepublik.
Inhalt der Kleinen Anfrage
Die Abgeordneten fordern von der Bundesregierung Auskunft darüber, ob ihr bereits Details zu den Übernahmeplänen vorliegen, wie die Marktstellung von PSI bewertet wird und welche Verpflichtungen die Regierung dem Investor und dem Unternehmen im Falle einer Transaktion auferlegen will. Die Anfrage ist unter dem Aktenzeichen 21/7858 registriert.
Bedeutung für die Energiesicherheit
Laut den anfragenden Abgeordneten zählen sowohl die Kunden der PSI‑Software als auch deren Anwendung zum Bereich der kritischen Energieinfrastruktur, weshalb ein möglicher Eigentümerwechsel besondere Aufmerksamkeit erfordere.
Reaktion der Bundesregierung
Die Bundesregierung hat bislang keine verbindliche Stellungnahme abgegeben. Nach den gesetzlichen Vorgaben soll sie innerhalb einer festgelegten Frist auf die Kleine Anfrage reagieren.
Weiteres Vorgehen
Die Fraktion plant, die erhaltenen Antworten zu prüfen und gegebenenfalls weitere parlamentarische Schritte zu initiieren, um die Sicherstellung der Energiesicherheit im Kontext ausländischer Investitionen zu gewährleisten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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