Deutschland: Bundeswehr verlängert KFOR-Einsatz im Kosovo
In einer Abstimmung am 11. Juni 2026 hat der Bundestag die Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr an der von der NATO geführten internationalen Sicherheitspräsenz im Kosovo (KFOR) für ein weiteres Jahr beschlossen. Der Antrag wurde mit 383 Ja‑Stimmen, 192 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen angenommen.
Empfehlungen und Finanzierungsbericht
Der Beschluss stützte sich auf die Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses sowie auf einen Bericht des Haushaltsausschusses, der die Finanzierbarkeit des Vorhabens nach § 96 der Geschäftsordnung des Bundestages prüfte.
Ziele des Einsatzes
Gemäß dem Regierungsantrag umfasst die Mission die Sicherstellung öffentlicher Sicherheit und Ordnung sowie die Unterstützung beim Aufbau einer stabilen, demokratischen, multiethnischen und friedlichen Republik Kosovo. Weiterhin soll der Aufbau der Kosovo Security Force als demokratisch kontrollierte, multiethnisch geprägte Sicherheitsorganisation gefördert werden.
Personelle Stärke
Für die Fortführung des Einsatzes können bis zu 400 Soldaten nach Kosovo entsendet werden.
Politische Schwerpunkte
Die Bundesregierung betont, dass neben der Normalisierung der kosovarisch‑serbischen Beziehungen die politische, rechtsstaatliche und wirtschaftlich‑soziale Stabilisierung sowie die Unterstützung der EU‑Annäherung und Integration in euro‑atlantische Strukturen zentrale Anliegen bleiben.
Rechtliche Grundlage
Als rechtliche Basis dient weiterhin die Resolution 1244 (1999) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Sowohl Kosovo als auch Serbien haben erklärt, dass sie die Fortführung der KFOR‑Präsenz wünschen.
Kostenschätzung
Die Bundesregierung schätzt die einsatzbedingten Zusatzausgaben auf insgesamt rund 35,7 Millionen Euro.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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