Burmese Filmemacher nutzt Film für Menschenrechte und Gleichstellung
Kernthema und aktuelle Förderung
Der Filmemacher Verse aus Myanmar setzt filmische Mittel ein, um Menschenrechte zu thematisieren und Gleichstellungsfragen zu adressieren. Im Jahr 2025 erhielt er erneut den Feminist Storytelling Grant, mit dem er die Dokumentation „Fight for Freedom“ produzierte.
Frühe Prägung durch die Großmutter
Verse wuchs bei seiner Großmutter auf, einer Rakhine‑Person, die in einer von Männern dominierten Sägewerksbranche tätig war und traditionelle Rollenbilder bewusst hinterfragte. Diese Erfahrung bildete das Fundament seiner späteren Gleichstellungsüberzeugungen.
Beruflicher Einstieg und erlebte Benachteiligung
2018 begann Verse als Reporter bei einer lokalen Nachrichtenagentur. Während einer wichtigen Meldung wurden männliche Kollegen nach Nay Pyi Taw entsandt, während er aufgefordert wurde, zurückzubleiben. In einem Interview erklärte er: „Mir wurde gesagt, dass weibliche Personen nicht die gleichen Chancen erhalten.“ Daraufhin wechselte er in eine Menschenrechtsorganisation.
Studium an der Yangon Film School und Initiative gegen Belästigung
Im Jahr 2020 besuchte Verse die Yangon Film School. Ein Vorfall, bei dem ein männlicher Kommilitone eine anstößige Bemerkung machte, führte zu einer offenen Diskussion, die schließlich zur Einführung einer Null‑Toleranz‑Politik gegen sexuelle Belästigung an der Schule beitrug.
Wichtige filmische Projekte
Zu den bedeutendsten Werken gehört der animierte Kurzfilm „Exit“, der das Leben von Sexarbeitern in Myanmar beleuchtet. Der Film wurde vom Goethe‑Institut Myanmar unterstützt und auf dem Shi Exhibition sowie dem DVB Peacock Film Festival 2024 gezeigt.
Aktuelle Situation und persönliche Motivation
Trotz wachsender beruflicher Möglichkeiten bleibt Verse in Myanmar und kümmert sich um seine alternde Großmutter. Er betont: „Sie hat mir vermittelt, dass mein Geschlecht keine Beschränkung darstellt.“
Philosophie und Ausblick
Verse sieht Gleichstellung als gelebte Erfahrung, die durch filmische Erzählungen gestärkt wird. Sein Ziel ist es, die Stimmen von Personen, die häufig überhört werden, hörbar zu machen und gesellschaftliche Strukturen zu hinterfragen.
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