Forscher haben gezeigt, dass das Fadenwurmtier Caenorhabditis elegans über olfaktorische Signale Leucin‑angereicherte Bakterien bevorzugt. Die Untersuchung ergab, dass das Tier Geruchsstoffe nutzt, um nährstoffreiche Nahrung zu finden.
Geruchsstoff Isoamylalkohol als Hinweis
Durch Gaschromatographie wurde festgestellt, dass Bakterien, denen Leucin zugesetzt wurde, Isoamylalkohol (IAA) in besonders hoher Konzentration aussondern. Dieser Geruchsstoff fungiert als chemischer Hinweis fĂĽr das Vorhandensein von Leucin.
Verhaltensänderung durch Voradaptation
Wird das Tier vorab an IAA gewöhnt, sinkt seine Vorliebe für die leucinhaltige Nahrung. Das Ergebnis weist darauf hin, dass die Geruchswahrnehmung entscheidend für die Nahrungswahl ist.
NatĂĽrliche Variation bei Wildisolaten
Mehrere Wildisolate von C. elegans reagierten stark auf IAA, was die ökologische Relevanz des Mechanismus unterstreicht.
Neuronale Basis der Entscheidung
Die Forschung identifizierte die AWC‑Olfaktorneuronen als zentrale Vermittler der Präferenz. Durch gezielte Manipulation dieser Neuronen wurde die Auswahl von Leucin‑angereicherter Nahrung beeinflusst.
SNIF‑1 als Rezeptor für Isoamylalkohol
Der G‑Protein‑gekoppelte Rezeptor SNIF‑1, der in den AWC‑Neuronen exprimiert wird, bindet IAA und steuert die Ernährungsentscheidung. Fehlende SNIF‑1‑Funktion führt zu einer reduzierten Vorliebe für die leucinhaltige Diät.
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