USA: CEPI stellt 62 Mio. USD für schnelle Entwicklung von Ebola‑Impfstoffen bereit
Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) hat am 1. Juni 2024 US$62 Millionen zugesagt, um drei experimentelle Impfstoffkandidaten gegen das Bundibugyo‑Ebola‑Virus zu beschleunigen. Ziel sei, klinische Dosen innerhalb von zwei bis drei Monaten bzw. im besten Fall innerhalb von sieben bis neun Monaten für Humanstudien bereitstellen zu können.
Entwicklungsprojekte und Partner
Die drei Kandidaten werden vom International AIDS Vaccine Initiative (IAVI), dem US‑Biotechnologieunternehmen Moderna und der Universität Oxford entwickelt. Der Oxford‑Impfstoff soll vom Serum Institute of India produziert werden.
Aussagen von CEPI‑Leitung
CEPI‑Chief Executive Richard Hatchett betonte, dass das schnelle Handeln angesichts der raschen Ausbreitung des Virus entscheidend sei: „Jeder Tag zählt im Wettlauf gegen diese tödliche Krankheit.“
Fortschritte bei Oxford
Teresa Lambe, Leiterin der Impfstoffimmunologie an der Oxford Vaccine Group, erklärte, dass Tierversuche bereits laufen und die Herstellung klinischer Dosen in den nächsten zwei bis drei Monaten erfolgen solle.
WHO‑Bewertung
Die WHO‑Technical Advisory Group stuft den von IAVI entwickelten Einzel‑Dosis‑Impfstoff rVSV, unterstützt durch US$3,2 Millionen von CEPI, als vielversprechend ein. Die Organisation geht jedoch davon aus, dass für die Humanstudien ein Zeitraum von sieben bis neun Monaten nötig ist.
Ausbruchslage
Bis zum 29. Mai 2024 wurden im Kongo 223 Verdachtsfälle mit Todesfolge gemeldet, zusätzlich ein Todesfall in Uganda. Am 2. Juni bestätigte Uganda sechs neue Fälle, sodass die Zahl der bestätigten Fälle dort 15 beträgt.
Finanzielle UnterstĂĽtzung von Gavi
Gavi, die Impfstoff-Allianz, stellt US$50 Millionen über ihren First Response Fund bereit, davon bis zu US$40 Millionen zur Beschleunigung des Zugangs zu Impfstoffen.
Afrikanische Initiative
Jean Kaseya, Leiter des Africa CDC, kündigte an, dass der Kontinent bis Ende des Jahres über Impfstoffe und Therapien verfügen wolle. Ein von der Afrikanischen Union entwickelter Maßnahmenplan für mindestens 11 Hochrisikoländer erfordert US$319 Millionen in den nächsten sechs Monaten.
Weitere Entwicklungen
Kaseya erwähnte eine mögliche Zusammenarbeit mit Russland, das angeblich einen Ebola‑Impfstoff des Gamaleya‑Zentrums entwickelt habe. Die WHO prüft zudem experimentelle Therapeutika wie die monoklonalen Antikörper MBP134, Maftivimab, das Antiviral Remdesivir und die orale Substanz obeldesivir für die Post‑Expositions‑Prophylaxe.
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