Ein Gremium des europäischen Teilchenforschungszentrums hat am 6. und 7. November 2025 die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zum geplanten Future Circular Collider (FCC) geprüft. Die Sitzung fand in den Räumen von CERN statt und folgte den Empfehlungen des European Strategy for Particle Physics (ESPP) von 2020.

Hintergrund der Untersuchung

Der Large Hadron Collider, der seit 2008 in Betrieb ist, soll bis zum Jahr 2041 seine Laufzeit beenden. Im Zuge dessen arbeitet CERN gemeinsam mit Partnern weltweit an einem Nachfolgebeschleuniger, der die physikalischen Grenzen des Standardmodells weiter ausloten soll.

Umfang der Studie

Die Studie, deren Bericht am 31. März 2025 veröffentlicht wurde, wurde von rund 1.500 Fachleuten aus 162 Instituten in 38 Ländern erstellt. Sie wurde von den Unterausschüssen des CERN‑Rates, dem Scientific Policy Committee und dem Finance Committee sowie von unabhängigen Expertengremien geprüft.

Technische Bewertung

Die unabhängigen Expertengremien kamen zu dem Ergebnis, dass der FCC nach den vorgelegten Unterlagen technisch machbar sei und bislang keine unüberwindbaren Hindernisse identifiziert wurden.

Wissenschaftliche Perspektiven

Der Präsident des CERN‑Rates, Costas Fountas, betonte, dass der FCC eine Plattform für ein visionäres Physikprogramm biete, das zentrale Fragen zum Higgs‑Boson und zur Erweiterung des Standardmodells adressiere. Er verwies zudem auf das Potenzial, neue Technologien zu entwickeln, die positive gesellschaftliche Effekte haben könnten.

Finanzielle Rahmenbedingungen

Der Rat würdigte die Arbeit des CERN‑Managements bei der Entwicklung verschiedener Finanzierungsmodelle, die sowohl interne als auch externe Ressourcen berücksichtigen. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass weitere Anstrengungen bei der territorialen Umsetzung, den Umweltfolgen, dem Risikomanagement und der Reduktion von Kostensicherheiten nötig seien.

Aussagen der Direktor

Fabiola Gianotti, Direktor von CERN, lobte die Breite und Tiefe der Studie und verwies auf den kollektiven Beitrag von rund 1.500 Personen aus 162 Instituten. Sie bezeichnete die Schlussfolgerungen des Rates als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur möglichen Genehmigung des FCC.

Ausblick und weitere Schritte

Im Rahmen der laufenden Aktualisierung des ESPP wird im Dezember 2025 ein community‑getriebener Prozess Empfehlungen zum zukünftigen Flaggschiffprojekt von CERN erarbeiten. Diese Empfehlungen sollen im Mai 2026 vom Rat geprüft werden, während eine endgültige Entscheidung über den Bau des FCC voraussichtlich um das Jahr 2028 erwartet wird.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERN, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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