Der CERT‑Bund hat in einer aktuellen Sicherheitsmeldung mehrere Schwachstellen in der ServiceNow Now Platform sowie in der ServiceNow AI Platform identifiziert, die es einem Angreifer ermöglichen, beliebigen Programmcode auszuführen, erweiterte Berechtigungen zu erlangen oder SQL‑Injection‑Angriffe zu starten.
Art der Schwachstellen
Die gemeldeten Fehlkonfigurationen und Programmierfehler betreffen sowohl die Web‑Anwendungsschicht als auch die KI‑Komponente der Plattform. Sie ermöglichen Remote‑Code‑Execution, Privilegien‑Escalation und das Einschleusen von SQL‑Befehlen in Datenbankabfragen.
Potenzielle Auswirkungen
Ein erfolgreicher Angriff kann die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten gefährden, administrative Konten übernehmen und die gesamte ServiceNow‑Umgebung kompromittieren. Unternehmen, die die betroffenen Komponenten einsetzen, könnten dadurch erhebliche betriebliche Störungen erleiden.
Betroffene Produkte und Versionen
Laut der Meldung sind sämtliche Versionen der ServiceNow Now Platform und der ServiceNow AI Platform betroffen, die bis zum Veröffentlichungstermin der Advisory nicht mit den neuesten Sicherheitspatches ausgestattet sind. Der genaue Versionsumfang wird in der Originalmeldung detailliert aufgelistet.
Empfohlene Gegenmaßnahmen
Der CERT‑Bund rät betroffenen Unternehmen, unverzüglich die von ServiceNow bereitgestellten Sicherheitspatches zu installieren, die Konfiguration der Plattform zu überprüfen und ungewöhnliche Aktivitäten in Log‑Dateien zu überwachen. Zusätzlich sollten Zugriffsrechte nach dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe angepasst werden.
Rolle des CERT‑Bund
Der CERT‑Bund stellt die Sicherheitsberatung im Auftrag der deutschen Bundesregierung bereit und veröffentlicht regelmäßig Advisories zu kritischen IT‑Risiken. Ansprechpartner für Rückfragen stehen im jeweiligen Advisory bereit.
Einordnung in den Gesamtkontext
Die Meldung verdeutlicht die Notwendigkeit einer schnellen Reaktion auf Schwachstellen in cloud‑basierten Unternehmenslösungen. Angesichts der zunehmenden Verbreitung von KI‑Funktionen in geschäftskritischen Anwendungen wird die regelmäßige Aktualisierung von Softwarekomponenten zu einem zentralen Element der IT‑Sicherheit.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT‑Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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