Ein neues Naturschutzprojekt wurde in Nepal gestartet, bei dem die Chepang-Landschaft mit einer Fläche von 13 479 Hektar als Other Effective Area‑Based Conservation Measure (OECM) anerkannt wurde. Die Ausweisung soll Nepal dabei unterstützen, das globale Ziel von 30 % geschützter Land‑ und Meeresfläche bis 2030 zu erreichen und gleichzeitig die Lebensgrundlagen der einheimischen Chepang‑Gemeinschaft zu sichern.

Hintergrund des OECM‑Konzepts

OECMs werden von der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) definiert als geografisch abgegrenzte Flächen, die nicht als klassische Schutzgebiete gelten, aber langfristig positive Ergebnisse für den Erhalt der Artenvielfalt erzielen. Das Kunming‑Montreal‑Rahmenwerk, das 2022 auf der COP15 beschlossen wurde, fordert die weltweite Sicherung von mindestens 30 % der Erdoberfläche bis 2030. In Nepal liegen derzeit 23,39 % der Landesfläche unter formellem Schutz.

Lokale Bedeutung der Chepang‑Gemeinschaft

Nach dem Nationalen Zensus 2021 leben über 84 300 Mitglieder der Chepang‑Gemeinschaft, die vorwiegend in den Bezirken Chitwan, Makawanpur, Gorkha und Dhading ansässig sind. Die Gemeinschaft bewirtschaftet rund 300 Hektar Wald, die sich über sechs Hügel erstrecken und von 103 Haushalten gemeinsam geschützt werden. Traditionelle Subsistenzlandwirtschaft, die Nutzung von Wildfrüchten und Heilpflanzen sowie die Pflege heiliger Waldabschnitte prägen das Alltagsleben.

Umweltrelevanz des Gebiets

Die Chepang‑Landschaft fungiert als wichtige Korridorverbindung für Arten wie Tiger, Leopard und Asiatischer Elefant und trägt damit zur genetischen Vernetzung benachbarter Schutzgebiete bei. Zusätzlich unterstützt das Gebiet die regionale Klimaregulierung und die Wassereinzugsgebiete der Flüsse Asha Khola und Riddi Khola.

Potenzielle Vorteile und Risiken

Die OECM‑Anerkennung eröffnet Möglichkeiten für Finanzierungsinstrumente wie Zahlungen für Ökosystemleistungen, Kohlenstoffzertifikate und gemeindebasierten Ökotourismus. Fachleute betonen jedoch, dass die Umsetzung sorgfältig gestaltet werden muss, um nicht die traditionellen Jagd‑ und Sammelpraktiken zu beschränken oder die informellen Landansprüche der Chepang‑Gemeinschaft zu schwächen.

Empfehlungen für die Umsetzung

Experten fordern eine umfassende Einbindung der Chepang‑Vertreter, des Nepal Chepang Association und lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen in die Planung, Überwachung und Entscheidungsfindung. Ein transparenter Nutzen‑Sharing‑Mechanismus und klare Regelungen zum Erhalt kultureller Praktiken sollen Konflikte vermeiden und die langfristige Wirksamkeit des OECM sicherstellen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Global Voices, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.

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