Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass das natürliche Flavonoid Chrysin die durch Methotrexat (MTX) verursachten oxidativen Schäden und die Beeinträchtigung der Neurogenese bei männlichen Sprague‑Dawley‑Ratten wirksam reduziert. Die Autoren berichten, dass die Kombination aus Chrysin‑Behandlung und MTX‑Exposition zu einer Normalisierung mehrerer biochemischer und molekularer Parameter führte.

Versuchsdesign

Die Versuchstiere wurden zufällig in vier Gruppen eingeteilt: Fahrzeugkontrolle, MTX‑Einzeldosis (75 mg/kg), Chrysin‑Einzeldosis (10 mg/kg) und Kombination beider Substanzen. Chrysin wurde über einen Zeitraum von 15 Tagen oral verabreicht, während MTX an Tag 8 und Tag 15 intravenös injiziert wurde. Die Studie wurde von den Forschern Tanaporn Anosri, Soraya Kaewngam und weiteren Kollegen durchgeführt.

Auswirkungen auf antioxidative Enzyme

Die Ergebnisse zeigten, dass MTX die Aktivität wichtiger Antioxidantien signifikant reduzierte und damit oxidativen Stress förderte. Nach der Zugabe von Chrysin stiegen die Enzymaktivitäten wieder an, sodass die Werte nahe an die der Fahrzeugkontrolle herankamen.

Neurogenese im Hippocampus

Durch Immunfluoreszenz‑Staining für die Marker Sox2 und Nestin wurde ein Rückgang der neuralen Stammzellen im Hippocampus nach MTX‑Behandlung festgestellt. Chrysin behandelte Tiere wiesen hingegen eine deutlich höhere Anzahl Sox2‑ und Nestin‑positiver Zellen auf, was auf eine Wiederherstellung der Neurogenese hindeutet.

Molekulare Signalwege

Western‑Blot‑Analysen ergaben, dass MTX die Expression von Nrf2, BDNF, CREB und phosphoryliertem CREB (pCREB) in Hippocampus und präfrontalem Kortex minderte. Die gleichzeitige Verabreichung von Chrysin erhöhte diese Proteinspiegel signifikant, sodass sie wieder dem Ausgangsniveau entsprachen.

Schlussfolgerungen

Die Autoren schließen, dass Chrysin neuroprotektive Eigenschaften besitzt, indem es antioxidative Enzyme aktiviert, oxidativen Stress reduziert und zentrale Signalwege der Neurogenese stärkt. Die Ergebnisse legen nahe, dass Chrysin als ergänzende Therapie zur Milderung von MTX‑induzierter Neurotoxizität weiter untersucht werden sollte.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.

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