Eine Schwachstelle in der DNS‑Server‑Software CoreDNS erlaubt einem entfernten, nicht authentifizierten Angreifer das Ändern von DNS‑Einträgen. Die Lücke wurde im Rahmen einer Sicherheitsberatung des CERT‑Bundes identifiziert und in der Advisory WID‑SEC‑2026‑3198 veröffentlicht.
Technische Details
Die betroffene Komponente verarbeitet Anfragen ohne ausreichende Validierung, wodurch ein Angreifer speziell formatierte Pakete senden kann, um Einträge im internen Namensraum zu überschreiben. Die Manipulation erfolgt ohne vorherige Authentifizierung und kann über das öffentliche Netzwerk initiiert werden.
Mögliche Folgen
Durch die Veränderung von DNS‑Einträgen lässt sich der Datenverkehr von legitimen Diensten zu vom Angreifer kontrollierten Servern umleiten. Dies kann zu Phishing‑Angriffen, Dienstunterbrechungen oder dem Einschleusen von Malware führen.
Betroffene Versionen
Laut der Advisory sind sämtliche CoreDNS‑Versionen bis einschließlich 1.9.4 von der Lücke betroffen. Neuere Releases enthalten bereits einen Patch, der die fehlerhafte Eingabeprüfung korrigiert.
Empfohlene Gegenmaßnahmen
Betreiber sollten unverzüglich auf die aktuelle CoreDNS‑Version upgraden oder den von CERT‑Bund bereitgestellten Patch anwenden. Zusätzlich wird empfohlen, Netzwerk‑Traffic zu überwachen und ungewöhnliche DNS‑Abfragen zu protokollieren.
Hinweis des CERT‑Bund
Der CERT‑Bund weist darauf hin, dass die schnelle Implementierung von Updates und die konsequente Beobachtung von DNS‑Logs das Risiko einer erfolgreichen Ausnutzung signifikant reduzieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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