In Muscat, Oman, wurden im Zeitraum 2022–2023 insgesamt 345 laborbestätigte Dengue-Fälle in zwei Großkrankenhäusern erfasst; 96,2 % überlebten, während 3,8 % (n = 13) verstarben.
Studienmethodik
Die retrospektive Analyse basierte auf den nationalen Dengue‑Überwachungsdaten der Sultan Qaboos University Hospital und des Royal Hospital. Demografische, klinische und labortechnische Informationen wurden mittels deskriptiver Statistik und logistischer Regression ausgewertet, um Faktoren zu identifizieren, die mit Fällen in der Regenzeit assoziiert sind.
Demographische Merkmale
Von den 345 Patienten waren 54,8 % männlich und 94,5 % omanische Staatsangehörige. Die größte Altersgruppe bildeten Erwachsene zwischen 41 und 60 Jahren (44,6 %). Die meisten Aufnahmen erfolgten im Royal Hospital (56,8 %) und während der Trockenzeit (58,3 %).
Klinische Verläufe
Bei 84,6 % der Fälle lag Dengue mit Warnzeichen vor, während 15,4 % eine schwere Dengue entwickelten. Die häufigsten Begleiterkrankungen waren Hypertonie (31,9 %) und Diabetes mellitus (25,2 %).
Saisonale und geografische Verteilung
Ein klarer saisonaler Trend zeigte sich mit Fallspitzen im April‑Mai beider Jahre. Räumlich konzentrierten sich 69,3 % der Fälle im Wilayat Seeb, gefolgt von Bawshar (26,1 %). PCR‑Positivität und Krankenhausaufenthalte waren in der Regenzeit häufiger, was jedoch eher diagnostischen und überweisungsbezogenen Praktiken zugeschrieben wird.
Analyse von Risikofaktoren
Die multivariate Analyse ergab, dass Aufnahmen im Sultan Qaboos University Hospital (adjustiertes Odds Ratio = 1,72; 95 %‑KI = 1,06–2,82) und PCR‑bestätigte Fälle (adjustiertes Odds Ratio = 1,38; 95 %‑KI = 1,02–1,87) signifikant mit der Regenzeit assoziiert waren. Die Autoren betonen, dass diese Zusammenhänge voraussichtlich das Ergebnis von Verweis‑ und Teststrategien sind.
Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen
Die Untersuchung bestätigt eine endemische Dengue‑Transmission in Muscat mit ausgeprägten saisonalen und räumlichen Clustern. Zur Reduktion zukünftiger Belastungen sollten insbesondere die Vektorkontrolle in Seeb und Bawshar intensiviert und die Krankenhausvorbereitung vor den erwarteten Spitzenzeiten verstärkt werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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