Am Montag, 22. Juni 2026, findet in Paris die 13. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung statt. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und wird live auf www.bundestag.de übertragen.
Eröffnung durch Parlamentspräsidenten
Die Sitzung wird von Bundestagspräsident Julia Klöckner und dem Präsident der Assemblée nationale Yaël Braun-Pivet eröffnet. Beide leiten die Eröffnungszeremonie und begrüßen die anwesenden Abgeordneten beider Länder.
Gemeinsame Anhörung von Ministern
Im Rahmen der Tagesordnung steht eine gemeinsame Anhörung des Bundesministers für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien (CDU), und des französischen Ministers für Sport, Jugend und Gemeinwesen, Marina Ferrari (Les Démocrates) an. Die Minister werden zu aktuellen bildungs- und sportpolitischen Themen befragt.
Wahl des deutschen Co‑Vorsitzenden
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl des deutschen Co‑Vorsitzenden des Vorstands. Bis Mai 2026 hatte Andreas Jung (CDU) das Amt inne, trat jedoch aus dem Bundestag aus. Die Versammlung wählt nun einen Nachfolger für die zweite Hälfte der Legislaturperiode.
Zusammensetzung der Versammlung
Die Versammlung besteht aus insgesamt 100 Mitgliedern, davon 50 Abgeordnete des Deutschen Bundestages und 50 Abgeordnete der Assemblée nationale. Die Mitglieder treffen sich mindestens zweimal jährlich, abwechselnd in Deutschland und Frankreich.
Historischer Hintergrund
Die konstituierende Sitzung fand am 25. März 2019 in Paris statt, geleitet von den damaligen Parlamentspräsidenten Wolfgang Schäuble und Richard Ferrand. Das zugrunde liegende Deutsch‑Französische Parlamentsabkommen wurde am 11. März 2019 von der Assemblée nationale und am 20. März 2019 vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Das Abkommen resultierte aus intensiven Beratungen der Deutsch‑Französischen Arbeitsgruppe, die am 22. Januar 2018 zum 55. Jahrestag des Élysée‑Vertrags eingerichtet wurde.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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