Vom 13. bis 19. September 2026 reist ein Ausschuss für Arbeit und Soziales nach Südafrika und Namibia, um den in Deutschland spürbaren Fachkräftemangel zu adressieren. Die Reise soll konkrete Erkenntnisse über Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie die Auswirkungen der Arbeitsmigration auf beide Länder liefern.
Hintergrund zum Fachkräftemangel
In zahlreichen Branchen Deutschlands fehlt es an qualifizierten Arbeitskräften, was die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Die Bundesregierung sucht daher nach internationalen Kooperationsmöglichkeiten, um den Fachkräftebedarf langfristig zu decken.
Ziele der bilateralen Gespräche
Im Fokus stehen Fachkräftesicherung und die Perspektiven einer verstärkten Zusammenarbeit mit Südafrika und Namibia. Durch Gespräche mit Experten und den zuständigen politischen Akteuren möchte die Delegation ein Bild von den jeweiligen Ausbildungssystemen und den Bedingungen der Arbeitsmigration erhalten.
Lieferkettengesetz im Fokus
Vor dem Hintergrund einer geplanten Reform des Lieferkettengesetzes will die Delegation Einblicke in die konkreten Folgen für Beschäftigte und Unternehmen gewinnen. Dabei sollen mögliche Auswirkungen auf internationale Lieferketten und die Einhaltung von Sozialstandards beleuchtet werden.
Zusammensetzung der Delegation
Unter Leitung des amtierenden Vorsitzenden Bernd Rützel (SPD) gehören die Abgeordneten Marc Biadacz, Dr. Hülya Düber (CDU/CSU), Jan Feser (AfD), Ingo Vogel (SPD) und Prof. Dr. Armin Grau (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) an. Die Gruppe wird von Experten begleitet, um fachliche Expertise in die Gespräche einzubringen.
Die Delegation erwartet, durch den Austausch vor Ort praxisnahe Empfehlungen für politische Maßnahmen in Deutschland zu erhalten und mögliche Kooperationsprojekte mit den besuchten Staaten zu initiieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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