Deutschland: Deutsche Delegation beim UN‑Nachhaltigkeitsforum 2026
Teilnehmerkreis und Termin
Die deutsche Delegation wird vom 7. bis 15. Juli 2026 am Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (HLPF) in New York vertreten sein. Mehr als 60 Teilnehmende aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Stiftungen sowie Abgeordnete des Bundestages, Kommunalvertreter und Vertreter der Bundesregierung gehören zum Team.
Leitung und Repräsentanz
Parlamentarischer Staatssekretär Bärbel Kofler (BMZ) und Parlamentarischer Staatssekretär Rita Schwarzelühr‑Sutter (BMUKN) werden gemeinsam mit den übrigen Delegierten nach New York reisen. Beide betonten, dass die Reise die Möglichkeit bietet, die deutsche Position im internationalen Nachhaltigkeitsdiskurs zu stärken.
Partizipation und globale Süd‑Einbindung
Ein zentrales Anliegen der Delegation ist die Einbindung junger Menschen aus dem globalen Süden, die in ihren Heimatländern nur geringe Unterstützung erhalten. Durch gezielte Programme soll deren Perspektive im Forum stärker berücksichtigt werden.
Resilienz als Leitmotiv
Die Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums hoben hervor, dass Investitionen in vorausschauende Planung langfristig Kosten reduzieren. Im Agrarsektor könne eine frühzeitige Risikobewertung die Folgen von Ereignissen abschwächen, ebenso wie Maßnahmen gegen Ungleichheit, Armut und für die Gesundheitsprävention.
Fokus auf vier Entwicklungsziele
Im Rahmen des Forums stehen die Ziele SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitär), SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) sowie SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) im Vordergrund. Diese vier Ziele bilden zusammen mit den übrigen 13 Zielen den Rahmen der 2015 verabschiedeten Agenda 2030.
Aktueller Stand der Zielerreichung
Laut dem SDG‑Fortschrittsbericht 2026 des UN‑Generalsekretärs zeigen nur 36 % der messbaren Ziele Fortschritte, 49 % stagnieren und 15 % haben sich gegenüber 2015 verschlechtert. Die Vertreterin des Umweltministeriums betonte, dass diese Lage dringenden Handlungsbedarf signalisiere.
Geopolitische Rahmenbedingungen
Fortdauernde geopolitische Krisen und Konflikte um Rohstoffe erschweren die Umsetzung der Agenda 2030. Die Delegation verwies auf die Notwendigkeit, die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften weiter zu stärken, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.
Ausblick
Die deutschen Vertreterinnen und Vertreter schließen mit dem Appell, dass Resilienz lohne und dass smarte Systeme sowie lokale Infrastrukturmaßnahmen entscheidend für die Erreichung ambitionierter Ziele nach 2030 seien.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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