Hintergrund der Anfrage
Die Linksfraktion des Deutschen Bundestages hat am 7. September 2026 eine Kleine Anfrage eingereicht, um Informationen über die deutsch‑usbekische Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit und Pflege zu erhalten. Im Fokus stehen ein im September 2024 von Bundeskanzler Olaf Scholz unterzeichnetes Abkommen und mögliche Programme zur Qualifizierung usbekischer Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt.
Abkommen von 2024
Während einer Staatsbesuches in Usbekistan im September 2024 unterzeichnete Bundeskanzler Olaf Scholz ein Abkommen, das die Gründung einer Deutschen Medizinischen Akademie für Pflegekräfte in Samarkand vorsieht. Die Akademie soll Ausbildung, Zertifizierung und praxisnahe Schulungen für usbekische Pflegekräfte anbieten.
Ziele der Informationsbeschaffung
Die Abgeordneten verlangen von der Bundesregierung Auskunft über bestehende Programme für Bürger Usbekistans, die berufliche Qualifizierung, Sprachförderung, Anerkennung von Abschlüssen und die fachliche sowie soziale Integration in das deutsche Gesundheitssystem unterstützen.
Bedarf an Fachkräften
Der demografische Wandel und steigende Pflegebedarfe in Deutschland erzeugen einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Pflegekräften. Die Rekrutierung aus dem Ausland wird als mögliche Lösung diskutiert, wobei die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle spielen.
Erwartete Antworten
Die Bundesregierung soll darlegen, welche Förderungen, Austauschprogramme oder bilateralen Vereinbarungen bereits existieren, welche Anerkennungsprozesse für usbekische Abschlüsse vorgesehen sind und welche Maßnahmen zur sprachlichen und sozialen Integration geplant sind.
Mögliche Folgen
Eine klare Antwort könnte die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Usbekistan stärken und den Weg für eine strukturierte Einbindung usbekischer Pflegekräfte in das deutsche Gesundheitssystem ebnen. Gleichzeitig könnten die Ergebnisse Aufschluss über weitere Kooperationsfelder im Gesundheitssektor geben.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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