Ein Bericht des Deutschen Bundestags informiert, dass die Bundesregierung für die Jahre 2022 bis 2024 weltweit deutlich höhere humanitäre Bedarfe verzeichnete als in den Vorjahren. Die Angaben basieren auf einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion.
Finanzielle Dimension der Bedarfe
Nach den Zahlen der Vereinten Nationen beliefen sich die humanitären Bedarfe im Jahr 2022 auf 51,6 Milliarden US‑Dollar, 2023 auf 56,1 Milliarden US‑Dollar und 2024 auf 49,4 Milliarden US‑Dollar. Die Werte resultieren aus den öffentlichen Auswertungen des Global Humanitarian Overview.
Ursachen der gestiegenen Bedarfe
Die Bundesregierung nennt mehrere Faktoren: die anhaltende COVID‑Pandemie und deren Folgen, der „völkerrechtswidrige“ Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, die daraus resultierende Ernährungskrise sowie die Eskalation von Konflikten im Sudan und im Nahen Osten.
Haushaltsmittel für humanitäre Hilfe
Im Haushaltstitel für Humanitäre Hilfe im Ausland (0501 687 32) standen zwischen 2022 und 2024 insgesamt mehr Mittel zur Verfügung als in den Vorjahren. Zusätzlich wurden im Jahr 2022 überplanmäßige Mittel bereitgestellt, um den massiven Bedarf infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine und der globalen Preissteigerungen bei Lebensmitteln zu decken.
Hintergrund der Anfrage
Die vorliegende Information ist Teil der Antwort der Bundesregierung auf Drucksache 21/5178, die im Rahmen einer Kleinen Anfrage der AfD‑Fraktion gestellt wurde. Die Antwort (21/7835) verweist zudem auf die humanitären Bedarfserhebungen der Vereinten Nationen.
Ausblick
Die Bundesregierung betont, dass die Überwachung der humanitären Lage fortlaufend erfolgt und weitere Mittel bereitgestellt werden können, sollte sich die Situation verschärfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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