RĂĽckgang der Produktion
Der Produktionsumfang von Beton-, Zement- und Kalksandsteinprodukten ist seit Februar 2022, dem Monat des Beginns des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine, bis März 2026 saison‑ und kalenderbereinigt um 29,3 Prozent gesunken. Diese Zahl stammt aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie.
Umsatzentwicklung
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug der Umsatz der deutschen Zementindustrie im Jahr 2023 3.385 Millionen Euro und fiel 2024 auf 3.196 Millionen Euro. Der Rückgang entspricht einem Minus von rund 5,6 Prozent im Jahresvergleich.
Produktionsindex
Im zweiten Quartal 2025 lag der Produktionsindex für Zement bei 85,7, leicht über dem Vorjahreswert von 84,4. Der Index misst die Menge des produzierten Zements relativ zu einem Basisjahr und verdeutlicht die anhaltende Volatilität der Branche.
Energiepreisauswirkungen
„Höhere Energiepreise treffen energieintensive Industrien wie die Zementindustrie stärker als andere Wirtschaftsbereiche“, heißt es in der genannten Antwort der Bundesregierung. Die Aussage wird als Erklärung für die rückläufige Produktion und den Umsatzrückgang angeführt.
Hintergrund
Der Beginn des russischen Angriffskriegs und die darauf folgenden Sanktionen haben die europäischen Energiemärkte stark beeinflusst. Die steigenden Kosten für Strom, Gas und andere Energieträger haben insbesondere energieintensive Sektoren belastet.
Stellungnahme der Bundesregierung
Die Bundesregierung betont, dass die genannten Zahlen auf offiziellen Statistiken basieren und dass die Branche weiterhin von den hohen Energiepreisen betroffen ist. Sie verweist zudem auf laufende MaĂźnahmen zur UnterstĂĽtzung energieintensiver Unternehmen.
Ausblick
Analysten gehen davon aus, dass die Zementindustrie ihre Produktionskapazitäten an die veränderten Marktbedingungen anpassen wird. Weitere Entwicklungen hängen von der Entwicklung der Energiepreise und möglichen politischen Maßnahmen ab.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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