Zielsetzung bis 2035

Bis zum Jahr 2035 soll jedes Kind in Deutschland nach dem Abschluss der Grundschule sicher schwimmen können, fordert der Deutsche Schwimmverband (DSV). Der Plan sei nach Angaben des DSV‑Präsidenten David Profit realisierbar und nicht als Utopie zu verstehen. Daraus folgt, dass ein langfristiger politischer Rahmen geschaffen werden müsse, um das Ziel zu erreichen.

Politische Forderungen des DSV

David Profit appellierte an Bundestag und Bundesregierung, die Umsetzung des Deutschen Schwimmbadplans zu einem dauerhaften Ziel der Politik für die nächsten 15 Jahre zu machen. Er betonte, dass ein übergeordnetes Gremium aus Politik, Verwaltung und Fachleuten eingerichtet werden solle, in dem der DSV seine Expertise einbringen könne.

Digitale Plattform und Ausbildung

Ein zentrales digitales Angebot soll als „Marktplatz“ fungieren, auf dem Schwimmlernangebote, Wasserzeiten und Ausbildungsinformationen für Schwimmlehrer transparent zugänglich sind. Zusätzlich soll ein bundesweit einheitliches, digitales Ausbildungsprogramm etabliert werden, das klare Lernziele, Kompetenzstufen sowie nachvollziehbare Prüf‑ und Bewertungslogiken enthält.

Ansichten der Deutschen Schwimmjugend

Uwe Hermann, 1. Vorsitzender der Deutschen Schwimmjugend, unterstrich die Notwendigkeit qualifizierter Fachkräfte. Er forderte ein einheitliches Lernzielsystem und ein modernes Ausbildungsprogramm, das Schwimmlehrer flächendeckend einsetzt. Weiterhin müsse die Schule als zentraler Lernort gestärkt werden, ohne sie zu überlasten.

DLRG betont Bedeutung von Bädern

Ute Vogt, DLRG‑Präsident, begrüßte das neue Sportstättenprogramm des Bundes, das explizit Bäder berücksichtigt. Sie bezeichnete das Schwimmenlernen als Kulturtechnik, vergleichbar mit Lesen, Schreiben und Rechnen, und verwies darauf, dass bereits heute vorgesehen sei, dass Kinder die Grundschule mit Schwimmfähigkeit verlassen. Aktuell können jedoch 20 % der Grundschüler das Schwimmen nicht und weitere 40 % schwimmen nicht sicher.

Sozioökonomische Aspekte

Die DLRG‑Präsident wies darauf hin, dass die Schwimmfähigkeit stark vom Einkommen der Eltern abhänge. Untersuchungen zeigten, dass etwa die Hälfte der Kinder von Eltern mit einem Nettoeinkommen unter 2.500 Euro nicht schwimmen könne, während bei Eltern mit einem Nettoeinkommen über 4.000 Euro der Anteil nur noch zwölf Prozent betrage. Deshalb sehe die DLRG die Schulen als wichtigsten Zugang zu allen Kindern.

Kooperationsbedarf

Vogt betonte, dass Bund, Länder und Kommunen gemeinsam mit Betreibern und Nutzern der Bäder die Zukunft der deutschen Bäderlandschaft systematisch planen müssen. Ohne enge Zusammenarbeit könne die notwendige Infrastruktur nicht gesichert werden. Der DSV schloss, dass das Schwimmlernen nur dann erfolgreich sei, wenn ein verbindlicher Rahmen politisch getragen und gemeinsam umgesetzt werde, sodass in zehn Jahren jedes Kind, das die Grundschule verlässt, sicher schwimmen kann.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).

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