Im Jahr 2024 hat die Bundesrepublik Deutschland 3,17 % ihres Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung (FuE) aufgewendet – ein neuer Höchststand, der den OECD‑Durchschnitt von 2,72 % und den EU‑Durchschnitt von 2,13 % deutlich übertrifft. Diese Angaben stammen aus dem Bundesbericht Forschung und Innovation 2026, der dem Bundestag als Unterrichtung vorgelegt wurde.
Internationaler Vergleich
Trotz des Rekordwertes weist der Bericht darauf hin, dass Deutschland im internationalen Vergleich an Dynamik verliert und im Ranking hinter Ländern wie Israel, Südkorea, Schweden, den USA und Japan liegt.
Langfristiges Ziel
Die Bundesregierung hat das Ziel formuliert, die FuE‑Quote bis zum Jahr 2030 auf 3,5 % des BIP zu steigern.
Wissenschaftliche Leistung
Laut Bericht erzielte Deutschland im Jahr 2024 mit 1.956 Publikationen pro eine Millionen Einwohner ĂĽberdurchschnittliche Leistungswerte und bleibt damit eine der fĂĽhrenden Forschungsnationen.
Finanzielle Dimension
Die deutsche Wirtschaft investierte im selben Jahr rund 92,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.
Förderinitiative InFA
Im Koalitionsvertrag wurde die Initiative Forschung & Anwendung (InFA) verankert, um den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis zu beschleunigen. Die neue Transferinitiative F.A.S.T. (Forschung, Anreize, Skalierung, Transfer) soll den Bedarf von Unternehmen gezielter mit passenden Forschungsergebnissen verbinden.
Hightech‑Agenda Deutschland (HTAD)
Ein zentraler Schwerpunkt des Berichts ist die im Juli 2025 beschlossene Hightech‑Agenda Deutschland (HTAD). Sie adressiert gezielt Stärken, Potenziale und Defizite in der technologischen Leistungsfähigkeit und Innovationskraft, die die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit, sicherheitspolitische Autonomie und gesellschaftliche Resilienz beeinflussen.
Strategische Hebel
Im Rahmen der HTAD hat die Bundesregierung neun strategische Hebel definiert, die als zentrale Ansatzpunkte zur Stärkung, Modernisierung und zum Schutz des deutschen FuI‑Systems dienen. Der Fokus liegt dabei auf Allianzen mit Wirtschaftsbeteiligung und der Steigerung privater Investitionen in den deutschen Technologiestandort.
Berichtshäufigkeit
Der Bundesbericht Forschung und Innovation erscheint alle zwei Jahre und liefert aktuelle Daten zur Entwicklung des deutschen Forschungs‑ und Innovationssystems.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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