Risiko von großflächigen Stromausfällen
Ein großflächiger Stromausfall, auch Blackout genannt, ist in Deutschland äußerst unwahrscheinlich. Das Stromnetz zählt zu den zuverlässigsten in Europa, und bislang gab es nur selten langanhaltende Unterbrechungen. Kurzzeitige, lokal begrenzte Ausfälle kommen zwar vor, dauern jedoch meist nur wenige Minuten bis Stunden.
Maßnahmen der Bundesregierung
Die Bundesregierung arbeitet zusammen mit der Bundesnetzagentur an einer kontinuierlichen Krisenvorsorge. Im Rahmen der „Sicherheitsplattform Strom“ wird eine digitale Koordinationsplattform aufgebaut, um im Ernstfall schnell reagieren zu können und industrielle Prozesse vor unvorhergesehenen Abschaltungen zu schützen.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Im Juli 2026 trat das Strom‑Versorgungssicherheits‑ und Kapazitätengesetz (StromVKG) in Kraft. Es soll ab 2031 einen Kapazitätsmarkt etablieren, über den flexibel steuerbare Leistungen bereitgestellt werden. In den nächsten zwölf Monaten sollen elf Gigawatt an Kapazitäten ausgeschrieben werden, gefolgt von weiteren Ausschreibungen in den Jahren 2027 und 2029.
Netzausbau und Kapazitätsmarkt
Zusätzlich hat die Regierung das Netzanschlusspaket beschlossen, um den Netzausbau kostengünstiger zu gestalten und Engpässe zu reduzieren. Ziel ist, dass Großspeicher und neue Erneuerbare‑Energie‑Anlagen dort gebaut werden, wo im Netz Bedarf besteht, und so die Netzverträglichkeit zu erhöhen.
Stromimporte und -exporte
Im Jahr 2025 importierte Deutschland 76,2 TWh Strom, ein Rückgang um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr, während die Exporte auf 54,3 TWh stiegen – ein Plus von 11,1 %. Der Nettoimport betrug damit 21,9 TWh, verglichen mit 28,3 TWh im Vorjahr.
Preisschwankungen an den Strombörsen
Zwischenzeitliche Ausschläge an den Strombörsen sind üblich und spiegeln wetterbedingte sowie saisonale Effekte wider. Sie stellen laut Bundesnetzagentur keinen Anlass zur Besorgnis dar.
Handlungsoptionen im Notfall
Bei einem Blackout werden Stromausfälle in der Regel innerhalb weniger Stunden behoben. Bei schweren Unwetterschäden kann die Wiederherstellung jedoch mehrere Tage dauern. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt private Vorsorge, um die Auswirkungen eines möglichen Stromausfalls zu mildern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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