Seit dem russischen Überfall am 24. Februar 2022 hat die Bundesregierung rund 39 Milliarden Euro für zivile Hilfe und etwa 55 Milliarden Euro für militärische Unterstützung bereitgestellt, um die Ukraine bei der Aufrechterhaltung von Energieversorgung, Sicherheit und wirtschaftlicher Stabilität zu unterstützen.
Energie‑ und Wärmeversorgung
Die KfW finanziert die Reparatur und den Erhalt von Strom‑ und Wärmeanlagen, stellt Ersatzteile bereit und unterstützt den Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke. Zusätzlich stärkt die Beschaffung von Flugabwehrsystemen die Luftverteidigung, um die Energieinfrastruktur vor weiteren Angriffen zu schützen.
Humanitäre Hilfe
Gemeinsam mit internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen werden medizinische Versorgung, Lebensmittel, sauberes Wasser und weitere Nothilfen in Frontnähe bereitgestellt. Das Auswärtige Amt führt Informationskampagnen zum sicheren Umgang mit Blindgängern und Minen durch.
Militärische Unterstützung
Deutschland liefert Ausrüstungs‑ und Waffenmaterial aus Bundeswehr‑Beständen sowie aus der Industrie, darunter Flugabwehr‑, Artillerie‑ und Gefechtsfahrzeuge, geschützte Transportfahrzeuge, Handwaffen, Munition, Sanitätsmaterial und Schutzbekleidung. Über 24 000 ukrainische Soldaten wurden seit Kriegsbeginn in Deutschland ausgebildet.
Unterstützung für Geflüchtete
Mehr als eine Million ukrainische Geflüchtete erhalten finanzielle Entlastungsbeiträge, Unterbringung in bundeseigenen Liegenschaften und Zugang zu Sprachkursen, Weiterbildungs‑ und Eingliederungsangeboten. Das Portal Germany4Ukraine ermöglicht die Online‑Beantragung von Aufenthaltstiteln und finanziellen Leistungen; eine Hotline steht in ukrainischer und russischer Sprache zur Verfügung.
Wirtschaftliche und finanzielle Förderung
Das Programm „UkraineConnect“ stellt mit einem Startvolumen von 45 Millionen Euro Darlehen für Investitionen deutscher und europäischer Unternehmen bereit. Zusätzlich fließen milliardenschwere Zuschüsse aus einem IWF‑verwalteten Konto, um die staatliche Handlungsfähigkeit der Ukraine zu sichern.
Wiederaufbau und Reformen
Zur Koordination des Wiederaufbaus wurden die nationale Plattform „Wiederaufbau Ukraine“ und die G7‑Plattform zur Geberkoordination eingerichtet. Weitere Finanzierungsinstrumente wie der „European Flagship Fund for the Reconstruction of Ukraine“ sollen private Mittel mobilisieren und langfristige Kredite bereitstellen. Deutschland berät zudem die ukrainische Regierung bei Reformen für den EU‑Beitritt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
