Eine Delegationsreise der Parlamentariergruppe Westafrika des Deutschen Bundestages fand vom 1. bis 7. Februar 2026 in den westafrikanischen Staaten Senegal und Kapverden statt. Ziel war es, die bilateralen Beziehungen zu vertiefen, die demokratische Entwicklung zu unterstützen und die irreguläre Migration nach Europa zu verringern.
Ziel und Rahmen der Reise
Josef Oster (CDU/CSU), Vorsitzender der Gruppe, betonte, dass der Besuch ein klares Signal für die stabile und demokratische Entwicklung der beiden Länder setze. Er verwies darauf, dass die Förderung von Wirtschaft, Ausbildung und Migrationsmanagement im ureigenen Interesse Deutschlands liege.
Begegnungen und Projekte in Senegal
Die Abgeordneten trafen sich mit parlamentarischen Freundschaftsgruppen, Regierungsvertretern und Nichtregierungsorganisationen und besuchten die Assemblée nationale in Dakar. Im Fokus standen Entwicklung und Sicherheit. Ein besonders hervorgehobenes Projekt der Hilfsorganisation Misereor war eine solarbetriebene Getreidemühle in einem ländlichen Dorf, die die Lebensmittelversorgung der Bewohner deutlich erleichtere.
Schwerpunkte in Kapverden
In Kapverden lag der Schwerpunkt auf Wirtschaft, Umwelt und Energie. Die Delegation besichtigte die Assembleia Nacional in Praia sowie einen Technologiepark, ein Ausbildungszentrum für erneuerbare Energien und industrielle Instandhaltung und einen Windpark mit Energiespeichersystem auf Santiago.
Stabilität und Migrationspolitik
Oster erklärte, dass stabile Demokratien in der Sahelregion direkte Auswirkungen auf Europa und Deutschland hätten. Durch die Stärkung der Stabilität solle der Migrationsdruck auf Senegal als Transitland reduziert werden. Er wies darauf hin, dass Senegal als sicheres Herkunftsland gilt und dort keine politischen Verfolgungen vorliegen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Der Vorsitzende erinnerte an das seit über 30 Jahren bestehende deutsch-senegalesische Investitionsschutzabkommen und betonte, dass deutsche Unternehmen das Land zunehmend als Sprungbrett nach Afrika nutzen. Die Parlamentariergruppe sehe sich als Bindeglied, das verlässliche Partnerschaften fördere und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe stärke.
Ausblick und weitere Aktivitäten
Im März ist eine Großveranstaltung in Berlin geplant, zu der Botschafter der westafrikanischen Länder eingeladen werden. Die Gruppe betreut insgesamt 16 Länder und führt pro Wahlperiode zwei Delegationsreisen durch. Digitale Austauschformate sollen die Zusammenarbeit weiter intensivieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
