Deutschland: Die Linke fordert Zahlen zu Abschiebungen nach Afghanistan
Die Fraktion Die Linke hat am 4. Juni 2026 im Bundestag eine Kleine Anfrage an das Bundesinnenministerium gestellt, um Auskunft über die im laufenden Jahr aus Deutschland nach Afghanistan abgeschobenen Personen zu erhalten. Gleichzeitig wird nach der Anzahl der seit 2025 von der Bundespolizei organisierten Anhörungen mit afghanischen Vertretern zum Zweck der Beschaffung von Pässen, Reisedokumenten und Abschiebepapieren gefragt.
Hintergrund der Anfrage
Die Anfrage trägt die Kennzeichnung hib 445/2026 und bezieht sich auf das Dokument 21/6194. Kleine Anfragen dienen Parlamentariern dazu, detaillierte Informationen von Bundesbehörden zu erhalten, um parlamentarische Kontrolle auszuüben.
Erbetene Informationen
Im Kern verlangt die Fraktion die Gesamtsumme der Abschiebungen nach Afghanistan für das Jahr 2026. Zusätzlich soll die Bundespolizei angeben, wie viele spezifische Anhörungen mit afghanischen Vertretern seit Beginn des Jahres 2025 durchgeführt wurden, um die notwendigen Reisedokumente für Abschiebungen zu beschaffen.
Reaktion des Innenministeriums
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt noch keine offizielle Antwort des Innenministeriums vor. Die Behörde wird üblicherweise innerhalb einer Frist von vier Wochen auf Kleine Anfragen reagieren, wobei die genaue Bearbeitungsdauer von der Komplexität der gestellten Fragen abhängen kann.
Weiteres Vorgehen
Die Fraktion Die Linke hat angekündigt, die erhaltenen Daten in künftigen Debatten zum Thema Migration und Asylpolitik zu nutzen. Sollte das Ministerium nicht fristgerecht antworten, kann die Fraktion weitere parlamentarische Schritte einleiten, etwa eine Anfrage nach einer Fristverlängerung oder die Einbringung einer schriftlichen Ergänzung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Übertragung