International: Digitale Entscheidungshilfen für Krebsvorsorge bei sozial benachteiligten Frauen – Protokoll einer Scoping-Studie
Ein neues Forschungsvorhaben hat das Ziel, vorhandene Evidenz zu digitalen Patientenentscheidungsunterstützungssystemen (PtDAs) im Bereich der Krebsvorsorge für sozial benachteiligte Frauen im Alter von 18 bis 75 Jahren systematisch zu erfassen und zu analysieren. Das Projekt richtet sich an Wissenschaftler, Gesundheitsexperten und Entscheidungsträger, die präventive Maßnahmen zur Reduktion von Krebsinzidenz und -mortalität verbessern wollen.
Hintergrund
Krebs bleibt eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen, wobei sozial benachteiligte Gruppen niedrigere Screening-Quoten und höhere Sterblichkeitsraten aufweisen. Informierte Entscheidungsfindung gilt als zentraler Baustein effektiver Präventionsstrategien, wobei digitale PtDAs als vielversprechende Innovation gelten.
Zielsetzung
Die Studie will die Merkmale, Entwicklungsprozesse und Evaluationsmethoden digitaler PtDAs, die speziell für die genannte Zielgruppe konzipiert sind, kartieren. Dabei werden sowohl quantitative als auch qualitative Forschungsarbeiten sowie graue Literatur berücksichtigt, um ein umfassendes Bild des Forschungsstandes zu erhalten.
Methodik
Die Untersuchung folgt dem JBI‑Leitfaden für Scoping‑Reviews und nutzt einen dreistufigen Suchansatz in Datenbanken wie MEDLINE, CINAHL, Embase, Web of Science, Cochrane und Google Scholar. Alle verfügbaren Sprachen werden einbezogen. Die gefundenen Treffer werden in das Tool Rayyan importiert, wo zwei unabhängige Prüfer die Auswahl, Extraktion und Analyse der Daten durchführen.
Datenanalyse
Erfasste Informationen werden in tabellarischer Form zusammengefasst und einer deskriptiven Inhaltsanalyse unterzogen, um zentrale Charakteristika, Entwicklungsstrategien und Bewertungskriterien der digitalen PtDAs zu identifizieren. Die Berichterstattung erfolgt nach den PRISMA‑ScR‑Richtlinien.
Verbreitung
Ergebnisse werden in einem internationalen Fachjournal veröffentlicht und auf Fachkonferenzen zu Krebsvorsorge, Shared Decision‑Making, digitaler Gesundheit und benachteiligten Populationen präsentiert. Zusätzlich werden die Befunde an Fachkreise, öffentliche Gesundheitsbehörden und betroffene Gemeinschaften weitergeleitet.
Registrierung
Das Forschungsvorhaben ist im Open Science Framework unter der Kennung f3428 registriert, was Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Vorgehensweise sicherstellt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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