UN warnt vor gefährdeten Hilfswegen
Die Vereinten Nationen haben am Dienstag darauf hingewiesen, dass Drohnenangriffe in Sudan zentrale Verkehrsverbindungen für humanitäre Hilfe beschädigt haben und damit die Versorgung der Zivilbevölkerung gefährden.
Beschädigungen in Westdarfur und Südkordofan
Nach Angaben des UN-Direktors für humanitäre Angelegenheiten wurde in der Nacht ein Sprenganschlag auf die Ardamata‑Brücke im Bundesstaat Westdarfur gemeldet, die die Stadt El‑Geneina mit dem Grenzgebiet zu Tschad verbindet.
Gleichzeitig wurden in Südkordofan zwei Brücken auf der Strecke zwischen Kadugli und Dilling zerstört, was den Transport von Zivilisten und Hilfsgütern während der beginnenden Regenzeit stark einschränkt.
Aktuelle Drohnenvorfälle
Die Straße Geneina–Zalingei, die als wichtigste Route für Lieferungen aus Tschad nach Darfur dient, wurde nach einer kurzen Unterbrechung wegen unsicherer Lage wieder geöffnet, bleibt jedoch anfällig für weitere Angriffe.
In Omdurman, Bundesstaat Khartum, wurde am Dienstag ein Drohnenflugzeug abgeschossen, während am Vortag mehrere Angriffe in Dilling gemeldet wurden; die UN warnt, dass die anhaltende Drohnenaktivität die gesamte humanitäre Logistik behindert.
Auswirkungen auf Tschad
Der Konflikt belastet auch das Nachbarland Tschad: Fast eine Million sudanesische Flüchtlinge und rund 300 000 zurückkehrende Tschader erhöhen den Druck auf die lokalen Ressourcen, während wiederholte Grenzübergriffe und Drohnenangriffe auf chadische Militärstellungen das Risiko einer Regionalisierung erhöhen.
Die WHO betont, dass die steigende Zahl an Flüchtlingen die ohnehin schwachen Gesundheitssysteme in Tschad stark beansprucht und ruft zu verstärkter Unterstützung für Notfallmedizin, psychische Gesundheit und grundlegende Gesundheitsdienste auf.
Appell der UN und WHO
UN-Direktor Farhan Haq forderte alle Konfliktparteien auf, Zivilisten und zivile Infrastruktur zu schützen und den ungehinderten, schnellen und nachhaltigen Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten.
Die Vereinten Nationen werden die Lage weiterhin beobachten und appellieren an die internationalen Partner, ihre Anstrengungen zur Konfliktlösung zu intensivieren, um die humanitäre Krise einzudämmen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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