Die Vereinten Nationen haben am Montag erklärt, dass Drohnenangriffe im Sudan die Zivilbevölkerung und die humanitäre Hilfe gefährden.
Tödlicher Angriff in Darfur
Nach Angaben des UN-Hilfskoordinationsamtes OCHA ereigneten sich in den letzten Tagen mehrere Angriffe, darunter ein besonders schwerer Vorfall im Dorf Ghara al Zawiya im Norden Darfur, bei dem nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros mindestens 35 Menschen starben und zahlreiche weitere verletzt wurden.
Konfliktparteien und militärische Lage
Der Angriff wurde dem sudanesischen Militär (SAF) zugeschrieben, das seit April 2023 gegen die Rapid Support Forces (RSF) kämpft.
Gefährdung der Hilfsoperationen
OCHA warnte zudem, dass erneute Drohnenangriffe in El Obeid, der Hauptstadt von Nord‑Kordofan, kritische Infrastruktur und Hilfsaktionen gefährden.
Humanitäre Reaktion und Finanzierungsbedarf
UN‑Notfallkoordinator Tom Fletcher betonte, dass humanitäre Akteure ihre Einsätze ausbauen, um Familien in Nord‑Kordofan zu erreichen, und forderte die Konfliktparteien auf, die Gewalt zu reduzieren und den Zugang für Hilfsgüter zu sichern.
Der Koordinator rief zudem die Geldgeber dazu auf, die Finanzierung zu erhöhen; bislang seien von den benötigten 2,9 Milliarden US‑Dollar für das Jahr 2026 rund 1,2 Milliarden eingegangen.
Diplomatische Bemühungen des Quintetts
Parallel dazu setzten die Vereinten Nationen und das internationale Quintett aus UN‑Personalbeauftragtem, Afrikanischer Union, IGAD, Arabischer Liga und Europäischer Union ihre diplomatischen Bemühungen fort.
UN‑Stellvertreter Farhan Haq berichtete, dass Gespräche mit sudanesischen politischen Vertretern in New York geführt wurden, um einen inklusiven, sudanesisch geführten Friedensprozess zu unterstützen.
Besuch des Sonderbeauftragten
Der persönliche Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Sudan, Pekka Haavisto, reiste nach der Kommunikation mit dem sudanesischen Außenminister nach Türkiye, um dort weitere Gespräche mit Behörden und Vertretern der sudanesischen Zivilgesellschaft zu führen.
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