Hintergrund des Konflikts
Am 22. Juni 2026 hat das Büro für humanitäre Koordination der Vereinten Nationen (OCHA) berichtet, dass die paramilitärischen Kräfte der Rapid Support Forces (RSF) und die sudanesischen Streitkräfte (SAF) seit über drei Jahren im Krieg stehen. Laut OCHA führt dieser Konflikt zu einer beispiellosen humanitären und Schutzkrise, bei der mehr als 30 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Drohnenangriffe in El Obeid
OCHA teilte mit, dass zwischen Donnerstag und Sonntag Drohnen mehrere Ziele in der Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordofan, El Obeid, angegriffen haben. Betroffen waren ein Stromunterstation und eine Tankstelle. Das Sudan Doctors Network bestätigte, dass dadurch ein Dialysezentrum sowie weitere medizinische Einrichtungen schließen mussten.
Auswirkungen auf Infrastruktur
Die Angriffe führten laut OCHA zudem zur Abschaltung von Wasserversorgungsanlagen, was den Zugang der Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser weiter einschränkt. In der Nähe von Um Ruwaba wurden zwei wichtige Brücken auf der Hauptverkehrsroute nach Südkordofan von Drohnen getroffen, wobei humanitäre Partner berichteten, dass der Verkehr dennoch teilweise möglich bleibt.
Weitere Angriffe im Land
OCHA verzeichnete ähnliche Drohnenangriffe in anderen Teilen Sudans, darunter im Bundesstaat Nord-Darfur und im Weißen Nil. In Kosti, einer Stadt im Weißen Nil, wurde ein Tankstellenmarkt getroffen, bei dem ein Zivilist getötet und 15 weitere verletzt wurden.
Choleraausbruch in West‑Kordofan
Parallel dazu verschärft ein Choleraausbruch im Bundesstaat West‑Kordofan die Lage. Bis zum 16. Juni wurden 700 Fälle und 60 Todesfälle gemeldet, darunter 100 Fälle und 10 Todesfälle seit Monatsbeginn. Das UN‑Programm und Partner stellten Behandlungszentren, Medikamente und Aufklärungsmaterial bereit.
Appell der Vereinten Nationen
Die Vereinten Nationen fordern alle Konfliktparteien auf, ihre Pflichten nach dem humanitären Völkerrecht und den internationalen Menschenrechten zu erfüllen, insbesondere den Schutz von Zivilisten und ziviler Infrastruktur sowie die Gewährleistung des humanitären Zugangs.
Humanitäre Maßnahmen
In Reaktion auf die Situation hat OCHA gemeinsam mit Partnern die Bereitstellung von Cholera‑Behandlungen, die Wiederherstellung von Wasserversorgung und die Unterstützung von medizinischen Einrichtungen verstärkt, um die Grundversorgung der betroffenen Bevölkerung sicherzustellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN News, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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