Drohneneinsätze in Sudan gefährden Zivilbevölkerung

Ein starker Anstieg von Drohnenangriffen im Kordofan-Gebiet im Zentrum Sudans gefährdet Zivilisten und beschädigt kritische Infrastruktur. Laut UN-Berichten wurden in den vergangenen sieben Tagen mehr als ein Dutzend Angriffe in den Städten El Obeid, Bara, Rahad und Um Rawaba registriert.

Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und zivile Opfer

In Süd‑Kordofan wurden mutmaßliche Drohnenangriffe auf Gesundheitseinrichtungen in Kadugli und Kuweik gemeldet, bei denen vier medizinische Angestellte getötet und über zwanzig weitere Personen verletzt wurden. Die Angriffe haben zudem kommerzielle Fahrzeuge, Telekommunikationsanlagen und wichtige Verkehrswege beeinträchtigt.

UN‑Sprecher fordert Schutz der humanitären Infrastruktur

Stéphane Dujarric, Sprecher des UN‑Generalsekretärs, betonte, dass ein schneller, sicherer und ungehinderter humanitärer Zugang essentiell sei, um die Reaktion zu verstärken. Er forderte die Einhaltung des humanitären Völkerrechts zum Schutz von Infrastruktur und appellierte an die UN‑Koordinationsstelle OCHA, die Finanzierung für vertriebene Familien zu erhöhen.

Humanitäre Lage in Südsudan verschärft sich

Seit Ende Dezember 2025 hat ein intensiver Gewaltausbruch im Norden und Zentrum Südsudans zu massiven Vertreibungen geführt. Laut UNICEF sind im Jonglei‑Bundesstaat mindestens 280 000 Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, aus ihren Häusern geflohen. Der UNICEF‑Vertreter Obia Acheng berichtete, dass Kinder 53 % der Vertriebenen ausmachen.

Gesundheitssystem am Rande des Zusammenbruchs

UNICEF erklärte, dass seit Beginn der Eskalation elf Gesundheitseinrichtungen angegriffen oder geplündert wurden und zahlreiche Ernährungseinrichtungen schließen mussten. Landesweit wurden 479 Cholera‑Fälle gemeldet, während rund 825 000 Kinder in den Bundesstaaten Jonglei, Unity und Eastern Equatoria einem akuten Mangel an Nahrung ausgesetzt sind – ein Zustand, der die Sterblichkeitsrate um das Zwölffache erhöht.

UN‑Sicherheitsrat ruft zu sofortigem Waffenstillstand auf

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen äußerte tiefe Besorgnis über die zunehmende Gewalt in Jonglei, Eastern Equatoria und im gesamten Südsudan. Die Mitglieder forderten alle Konfliktparteien auf, die Feindseligkeiten unverzüglich zu beenden und durch friedlichen Dialog Lösungen zu finden.

Guterres ruft zur Einheit vor Ramadan auf

António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, appellierte weltweit an die Menschen, den Geist von Frieden, Mitgefühl und Solidarität zu leben, während der heilige Monat Ramadan beginnt. Er wies darauf hin, dass in vielen Regionen, darunter Afghanistan, Jemen, Gaza und Sudan, die Hoffnungen auf Einheit durch Konflikte, Hunger und Vertreibung stark belastet seien.

Dringender Handlungsbedarf

Die Kombination aus anhaltenden Drohnenangriffen, zerstörter Gesundheitsinfrastruktur und massiven Vertreibungen erfordert ein verstärktes internationales Engagement. Laut UN‑Vertretern sei eine erhöhte finanzielle Unterstützung und ein ungehinderter Zugang zu den betroffenen Gebieten entscheidend, um das Leiden der Zivilbevölkerung zu lindern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.

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