Dürre belastet Haushalte in Kerman – Hohe Kosten und sinkende Lebenszufriedenheit
Im Jahr 2023 wurde eine Studie in den Slumgebieten von Kerman, Iran, durchgeführt, um die wirtschaftlichen Kosten der Dürre für betroffene Haushalte zu quantifizieren. Ziel war es, mittels des Life‑Satisfaction‑Ansatzes sowohl direkte als auch indirekte Belastungen zu erfassen.
Studiendesign und Datenerhebung
Das Forscherteam wählte ein deskriptiv‑analytisches Design und setzte ein Cluster‑Sampling ein, um die Vielfalt der Bevölkerung abzubilden. Insgesamt wurden 507 Haushalte mittels standardisiertem Fragebogen befragt.
Migration und beruflicher Hintergrund
Die Ergebnisse zeigen, dass 38,42 % der befragten Haushalte Dürre als Hauptgrund für ihre Migration angaben. Weiterhin waren 33,27 % der Befragten zuvor kleinbäuerliche Landwirte oder landwirtschaftliche Arbeitskräfte.
Lebenszufriedenheit und ökonomische Bewertung
Landwirte und Viehhalter berichteten über signifikant niedrigere Werte der Lebenszufriedenheit im Vergleich zu anderen Haushalten. Diese Befunde unterstreichen die psychische Belastung, die mit dem Verlust landwirtschaftlicher Einkommensquellen einhergeht.
Marginal Rate of Substitution
Der geschätzte Marginal Rate of Substitution (MRS) für betroffene Haushalte lag bei –0,570, was den negativen Einfluss der Dürre auf das Haushaltseinkommen verdeutlicht.
Willingness to Pay
Auf Basis des Einkommens der Befragten wurde die Zahlungsbereitschaft für Dürreminderungsmaßnahmen auf 1.968,98 US‑Dollar pro Haushalt geschätzt, was die finanziellen Einschränkungen der Betroffenen widerspiegelt.
Schlussfolgerungen
Die Modellierungsergebnisse zeigen, dass Dürre in Kerman erhebliche ökonomische Belastungen erzeugt, insbesondere für kleinbäuerliche Haushalte. Die erzwungene Migration in städtische Slums hat weder Stabilität noch dauerhafte Verbesserung der Lebenslage gebracht, sondern vielmehr anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit und reduzierte Lebenszufriedenheit verursacht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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