USA: Studie zu E‑Zigaretten und körperlicher Aktivität unter malaysischen Studierenden
Eine aktuelle Untersuchung hat den Zusammenhang zwischen dem Konsum von E‑Zigaretten, der Nikotinabhängigkeit, wahrgenommenen Barrieren und dem körperlichen Aktivitätsniveau von malaysischen Universitätsstudenten analysiert. Die Online‑Erhebung wurde von Dezember 2023 bis Juli 2024 an sechs Hochschulen durchgeführt; von 660 Rückmeldungen erfüllten 564 Befragte die Alters‑ und IPAQ‑Kriterien und wurden in die Auswertung einbezogen.
Methodik und Stichprobe
Die Studie nutzte ein querschnittliches Design und klassifizierte die körperliche Aktivität der Teilnehmenden anhand des International Physical Activity Questionnaire (IPAQ) in aktiv bzw. inaktiv. Erfasst wurden Verhaltensvariablen wie Nutzungsfrequenz, Dual‑Use, Nikotingehalt, Abhängigkeit, Wissen, Motive und Nebenwirkungen sowie Barrieren aus persönlichen, sozialen und physischen Bereichen.
Ergebnisse: Aktivitätsstatus
Insgesamt wurden 64,9 % der befragten Studenten als aktiv eingestuft. Auf der Rohdatenebene zeigten die Nutzungsfrequenz, der Nikotingehalt und der Dual‑Use‑Status signifikante Zusammenhänge mit dem Aktivitätsstatus, jedoch wurden diese Variablen im multivariaten Modell wegen Multikollinearität ausgeschlossen.
Zusammenhang von Nikotinabhängigkeit und Inaktivität
Die Nikotinabhängigkeit erwies sich als stärkster Verhaltensfaktor für körperliche Inaktivität. Studierende mit höherer Abhängigkeit wiesen signifikant höhere Odds für Inaktivität auf, was auf einen robusten Zusammenhang hinweist.
Einfluss von wahrgenommenen Barrieren
Wahrgenommene Barrieren, insbesondere im persönlichen und sozialen Bereich, zeigten die konsistentesten und stärksten Assoziationen mit Inaktivität. Je höher die Barriereausprägung, desto größer war das Risiko, körperlich inaktiv zu sein.
Weitere Verhaltens‑ und Wissensvariablen
Variablen wie EC‑Wissen und -Wahrnehmungen waren nach Adjustierung nicht mehr signifikant, obwohl einzelne Items Muster aufwiesen. Nebenwirkungen wurden hauptsächlich gastrointestinale, respiratorische und neurologische Symptome genannt, jedoch nicht in Relation zur Aktivität analysiert.
Implikationen für Interventionen
Die Ergebnisse legen nahe, dass Programme zur Förderung körperlicher Aktivität bei EC‑nutzernden Studenten sowohl die Nikotinabhängigkeit adressieren als auch persönliche und soziale Barrieren reduzieren sollten. Eine Integration von körperlichen Aktivitäten in Nikotinentwöhnungs‑ oder Schadensminderungsprogramme könnte die Wirksamkeit erhöhen.
Einschränkungen
Da das Design querschnittlich ist, können kausale Schlüsse nicht gezogen werden; die Befunde dienen primär der Hypothesengenerierung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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