Die Zahl bestätigter Ebola-Fälle im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat im ersten Monat seit Ausbruch 1.048 erreicht, bei 267 Todesfällen, wie der Direktor für Gesundheitsnotfälle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte.
Epidemiologische Lage
Der Ausbruch, der am 15. Mai mit dem Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus ausgerufen wurde, erreichte bereits nach 37 Tagen 250 Todesfälle, was deutlich schneller ist als bei früheren Ausbrüchen in Westafrika (78 Tage) und im zentralen Afrika (130 Tage).
GrenzĂĽberschreitende MaĂźnahmen
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat seit Beginn der Reaktion über eine Million Reisende an wichtigen Grenzpunkten und entlang wichtiger Mobilitätskorridore gescreent, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg zu begrenzen.
Finanzierungsbedarf
Für die grenzüberschreitende Koordination und Überwachung in elf betroffenen Ländern werden insgesamt 55,8 Millionen Dollar benötigt; bislang fehlen noch rund 35 Millionen Dollar, was die Notwendigkeit zusätzlicher Mittel betont.
Ausbau der Behandlungskapazitäten
Die Zahl der Behandlungsliegen ist in den letzten zwei Wochen von wenigen auf über 500 Betten in 19 Gesundheitszonen angestiegen. Gleichzeitig hat die Laborleistung von 30 Tests pro Tag in Kinshasa auf über 2.000 Tests pro Tag in einem Netzwerk von acht dezentralen Laboren in Ituri, Nord‑Kivu und Süd‑Kivu zugenommen.
Gemeinschaftsarbeit und Sicherheit
Das Internationale Rote Kreuz und Rote Halbmond (IFRC) liefert spezielle Kits und Leichensackungen, obwohl Freiwillige an den Bestattungsstellen Gewalt ausgesetzt sind. Das IFRC betont zudem, dass Misstrauen, Gerüchte und Fehlinformationen die Reaktion erschweren und intensiv mit den Gemeinden zusammengearbeitet wird, um das Vertrauen zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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