UN: Ebola-Epidemie im Osten der DR Kongo tötet alle 30 Minuten eine Person
Die Ebola‑Epidemie im Osten der Demokratischen Republik Kongo fordert derzeit jede 30. Minute ein Todesopfer, wie die Vereinten Nationen am 14. August 2026 mitteilten.
Todesrate und Ausbreitung
Nach Angaben des UN‑Humanitären Hilfschefs Tom Fletcher sind bislang 2.184 Menschen an der Bundibugyo‑Variante gestorben, was fast 47 % aller Infizierten entspricht. Insgesamt wurden über 4.660 Fälle registriert, wobei das Ituri‑Gebiet mit mehr als 3.400 Fällen das Epizentren darstellt. In sechs der 26 Provinzen der DR Kongo wurden Fälle bestätigt, und Nachbaruganda meldet 20 Infektionen.
UN‑Maßnahmen und Finanzmittel
Fletcher kündigte an, dass zusätzlich 30,5 Millionen US‑Dollar aus dem Central Emergency Response Fund (CERF) bereitgestellt werden, ergänzend zu den bereits vergebenen 24 Millionen US‑Dollar für die DR Kongo und benachbarte Länder.
Erweiterte Lebensmittelhilfe
Die UN‑Welternährungsorganisation (WFP) erweitert ab morgen ihr Heißmahlzeiten‑Programm für weitere Behandlungseinrichtungen in Ituri und anderen Provinzen, erklärte UN‑Sprecherin Daniela Gross. Seit Ende Mai wurden über 260.000 Mahlzeiten an Behandlung‑ und Isolationszentren in Ituri, Nord‑ und Süd‑Kivu verteilt.
Herausforderungen vor Ort
Die Zivilbevölkerung in den Provinzen Nord‑Kivu und Süd‑Kivu ist gleichzeitig von Ebola und anhaltenden Konflikten zwischen der kongolesischen Armee und der von Ruanda unterstützten M23‑Miliz betroffen. Rund 2,6 Millionen Menschen in Ost‑Kongo leiden unter schwerer Unterernährung, wobei mehr als die Hälfte in Ituri lebt.
Weitere Forderungen
Fletcher forderte die Verdopplung der Teams für sichere und würdevolle Bestattungen, die Verdreifachung der Behandlungskapazitäten, eine Verbesserung der Kontaktverfolgung und den Einsatz erfahrener Manager. Zudem müsse die Wasser‑, Hygiene‑ und Gesundheitsversorgung trotz der komplexen Sicherheitslage aufrechterhalten werden.
Ausblick
„Die Welt muss aufwachen und präsent sein“, sagte Fletcher. Die Vereinten Nationen und ihre Partner beabsichtigen, die globale Ebola‑Antwort zu skalieren, um das Fortschreiten des Virus zu bremsen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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