Ab dem dritten Quartal 2026 wird die Repo-Fazilität des Eurosystems für Zentralbanken erweitert, um die Bereitstellung von Euro‑Liquidität flexibler und wirksamer zu gestalten. Die Maßnahme zielt darauf ab, die reibungslose Übertragung der Geldpolitik im Euroraum zu unterstützen.
Erweiterte Zugangsbedingungen
Die überarbeitete Rahmenbedingung führt einen ständigen Zugang für alle Zentralbanken ein, sofern sie nicht wegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder internationaler Sanktionen ausgeschlossen werden. Die Bereitstellung erfolgt gegen hochwertige, in Euro denominiert‑e Sicherheiten.
Hintergrund der Anpassungen
Seit der Einführung von EUREP im Jahr 2020 haben geopolitische Entwicklungen und Veränderungen im internationalen Finanzsystem zu stärkerer Fragmentierung und Unsicherheit geführt. Diese Faktoren erhöhen das Risiko von Störungen auf den euro‑denominierten Finanzmärkten außerhalb des Euroraums.
Auswirkungen auf die Geldpolitik
Durch die erweiterte Fazilität können Zentralbanken außerhalb des Euroraums Engpässe bei Euro‑Liquidität schneller ausgleichen. Dies soll potenzielle negative Spillover‑Effekte auf die Finanzmarktbedingungen im Euroraum mindern und die konsistente Umsetzung der Geldpolitik sichern.
Die Repo‑Fazilität ergänzt die bestehenden Swap‑Linien der Europäischen Zentralbank, die unverändert weiterbestehen. Beide Instrumente sollen gemeinsam eine zeitnahe und breit angelegte Rückendeckung für Zentralbanken gewährleisten.
Für Medienanfragen steht Clara Martín Marqués unter +49 69 1344 17919 zur Verfügung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Zentralbank, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
