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ECB unterzeichnet Vereinbarungen mit europäischen Standardsetzern für Digital-Euro-Zahlungen
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AI GENERATED 24.04.2026 • 13:05 Wirtschaft und Finanzen

ECB unterzeichnet Vereinbarungen mit europäischen Standardsetzern für Digital-Euro-Zahlungen

Kerntatsache

Am 24. April 2026 hat die Europäische Zentralbank (ECB) Vereinbarungen mit drei europäischen Standardsetzungsorganisationen – European Card Payment Cooperation (ECPC), nexo standards und der Berlin Group – abgeschlossen, um offene technische Standards für die Abwicklung von Online‑Zahlungen mit dem Digital‑Euro zu nutzen.

Standardisierungsorganisationen und ihre Rollen

Der CPACE‑Standard von ECPC ermöglicht kontaktlose „Tap‑to‑Pay“‑Zahlungen über Near‑Field‑Communication zwischen Gerät und Terminal. Die nexo‑Standards verbinden Händler‑Systeme mit den Back‑End‑Systemen von Zahlungsdienstleistern und Acquirern und unterstützen sowohl Zahlungsakzeptanz als auch Geldautomaten‑Transaktionen. Die Berlin‑Group‑Standards erlauben Zahlungen über Alias‑Identifikatoren wie Mobiltelefonnummern, unterstützen Saldenabfragen und die Abstimmung über mobile Geräte, insbesondere für Transaktionen, die in Händler‑Apps initiiert werden.

Ziele und erwartete Vorteile

Durch die Nutzung bereits etablierter offener Standards will die ECB die Einführungskosten für Marktteilnehmer senken und eine frühe Koordination zwischen Zahlungsdienstleistern und Standardsetzern fördern. Der Ansatz soll die Abhängigkeit von proprietären Lösungen reduzieren, die bislang in vielen Zahlungsterminals dominieren, und gleichzeitig ein einheitliches Nutzererlebnis im gesamten Euroraum ermöglichen. Europäische Zahlungslösungen könnten dadurch geografisch expandieren, ohne dass umfangreiche technische Upgrades an POS‑Terminals erforderlich sind.

Regulatorischer Rahmen

Die Vorteile der Standards treten in Kraft, sobald das Digital‑Euro‑Reglement von den EU‑Ko‑Legislatoren verabschiedet wird. Die Verabschiedung soll den Marktakteuren Rechtssicherheit für zukünftige Investitionen geben und die Skalierung über nationale Grenzen hinweg erleichtern. Die Standards wurden in Zusammenarbeit mit dem Rulebook Development Group ausgewählt und entsprechen den Zielen der Eurosystem‑Zahlungsstrategie.

Stimmen aus der Branche

„Diese Partnerschaft zeigt unser starkes Engagement, den Digital‑Euro mit bestehenden europäischen Standards kompatibel zu machen, die auch der Privatsektor nutzen kann“, erklärte ECB‑Vorstandsmitglied Piero Cipollone, Vorsitzender der High‑Level‑Task‑Force Digital‑Euro.

„ECPC freut sich sehr über die bilaterale Vereinbarung mit der ECB zur Nutzung des CPACE‑Standards für das Digital‑Euro‑Projekt, das die Sichtbarkeit und Marktpräsenz des Standards weiter stärkt“, sagte Ana Grade, CEO von ECPC.

„Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit der ECB beim Digital‑Euro‑Projekt. Diese Kooperation bestätigt die Position von nexo standards als internationale, kollaborative Standardisierungsstelle für Zahlungsakzeptanz und unterstützt die Interoperabilität im gesamten Ökosystem“, ergänzte Jean‑Philippe Joliveau, Chairman von nexo standards.

„Wir begrüßen die Entscheidung der ECB, mit der Berlin Group zusammenzuarbeiten. Offene Standards bilden das Fundament eines wettbewerbsfähigen und interoperablen europäischen Zahlungsmarktes“, kommentierte Markus Schierack, Managing Director von SRC, dem Sekretariat der Berlin Group.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Zentralbank, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.

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