In einem tertiären Krankenhaus in Beirut wurden zwischen dem 29.02.2020 und dem 14.04.2022 insgesamt 69.870 Patienten im Notaufnahmekontext behandelt; nach dem Lockdown stieg das Patientenaufkommen, besonders bei Kindern, während das Erwachsenenaufkommen langsamer zurückkehrte.
Studienrahmen
Die retrospektive Beobachtungsstudie basierte auf administrativen Daten; 21,2 % der Fälle waren pädiatrische Patienten. Das durchschnittliche Alter sank von 41,7 ± 24,9 auf 37,7 ± 25,7 Jahre (p < 0,001).
Patientenstruktur
Der Anteil kindlicher Besuche wuchs von 17,4 % auf 23,9 % (p < 0,001), was einen Catch‑up‑Effekt nach dem Lockdown darstellt.
Diagnostische Veränderungen bei Kindern
Besuche wegen Atemwegsinfektionen, COVID‑19 und Ohrenerkrankungen erhöhten sich um 303 % bis 355 %.
Diagnostische Veränderungen bei Erwachsenen
COVID‑19‑ und schwangerschaftsbezogene Besuche nahmen ab, während Verletzungen, Vergiftungen, Erkrankungen des Verdauungssystems und andere virale Infektionen zunahmen.
Versorgungsintensität und Aufenthaltsdauer
Nach dem Lockdown verlagerte sich die Notaufnahme zu geringerer Akutität, gemessen an reduzierten Aufnahmequoten und leicht verkürzter Verweildauer.
Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit kontinuierlicher Notaufnahme‑Überwachung und flexibler Personalplanung, um sowohl kindliche als auch adulte Bedürfnisse in zukünftigen Gesundheitskrisen zu decken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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