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EEG-Studie zeigt veränderte Inhibitionskontrolle bei Patienten mit Morbus ankylosierender Spondylitis
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AI GENERATED 12.06.2026 • 20:35 Wissenschaft und Forschung

EEG-Studie zeigt veränderte Inhibitionskontrolle bei Patienten mit Morbus ankylosierender Spondylitis

Eine aktuelle Untersuchung hat gezeigt, dass Patienten mit Morbus ankylosierender Spondylitis (AS) während einer Go/NoGo-Aufgabe ein verändertes Zusammenspiel von Gehirnaktivität und Verhaltensleistung aufweisen. Die Studie verglich 16 männliche AS‑Patienten mit 23 altersgleichen gesunden Kontrollpersonen und nutzte ein 32‑Kanal‑EEG, um ereigniskorrelierte Potentiale (ERP) zu messen.

Methodik und Messparameter

Die Teilnehmenden führten einen Go/NoGo‑Test aus, bei dem sie auf bestimmte Stimuli reagieren und andere unterdrücken mussten. Die Analyse konzentrierte sich auf das N2‑Signal (200–300 ms) und das späte positive Potential im NoGo‑Zustand (NoGo‑P3, 400–600 ms), das an fronto‑parietalen Mittel­elektroden (FCz, Cz) gemessen wurde. Zusätzlich wurde die Theta‑Band‑Leistung (4–7 Hz) im selben Zeitfenster mittels FFT‑Spektralanalyse untersucht.

Verhaltensbefunde

Im Vergleich zu den Kontrollpersonen erzielten die AS‑Patienten eine geringere Go‑Genauigkeit und längere Reaktionszeiten, während ihre NoGo‑Genauigkeit tendenziell höher lag. Diese Unterschiede deuten auf eine veränderte Ausführung von Aufmerksamkeits‑ und Hemmungsprozessen hin.

Neuronale Korrelate

Bei den Patienten korrelierte die NoGo‑Genauigkeit signifikant positiv mit der Amplitude des NoGo‑P3 an FCz (r = 0,64, p = 0,009) und Cz (r = 0,55, p = 0,035). In der Kontrollgruppe waren diese Zusammenhänge nicht signifikant. Ein direkter Vergleich zeigte eine signifikante ERP × Gruppe‑Interaktion an FCz (b = 0,084, p = 0,033), was darauf hinweist, dass die Beziehung zwischen NoGo‑P3‑Amplitude und Inhibitionsgenauigkeit zwischen den Gruppen unterschiedlich ist.

Theta‑Band‑Ergebnisse

Die Analyse der Theta‑Band‑Leistung ergab eine verstärkte post‑stimulus Theta‑Aktivität in zentral‑parietalen Regionen während der NoGo‑Verarbeitung bei den AS‑Patienten. Dieses Muster unterstützt die Annahme einer erhöhten kognitiven Belastung oder eines verstärkten Bedarfs an kontrollbezogener neuronaler Rekrutierung.

Interpretation und Ausblick

Die Ergebnisse legen nahe, dass bei Morbus ankylosierender Spondylitis ein verändertes Gehirn‑Verhalten‑Kopplungsverhalten im Rahmen der inhibitorischen Kontrolle vorliegt. Das NoGo‑P3‑Signal, insbesondere an FCz, könnte als potenzieller elektrophysiologischer Marker für diese neurokognitive Veränderung dienen. Weitere Forschung sei erforderlich, um die klinische Relevanz und mögliche therapeutische Implikationen zu prüfen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Public Library of Science, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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