USA: EFFs 17. Cyberlaw Trivia Night endet mit Dreier‑Tie‑Break
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat am Abend des 15. Juni 2026 in San Francisco die 17. Ausgabe ihrer jährlichen Cyberlaw Trivia Night ausgerichtet. Juristen, Anwälte und weitere rechtlich orientierte Fachleute traten gegeneinander an, um ihr Wissen zu Themen wie Urheberrecht, Meinungsfreiheit, Datenschutz, Sicherheit und Künstliche Intelligenz zu testen. Drei Teams teilten sich letztlich den ersten Platz, was zu einer Doppel‑Tiebreaker‑Runde führte.
Quizmaster und Ablauf
Quizmaster Kurt Opsahl leitete die Veranstaltung durch sechs Runden, die von Fragen zu Geofence‑Durchsuchungen über KI‑Urheberrechtsstreitigkeiten bis hin zu den Auswirkungen des SOPA/PIPA‑Internet‑Blackouts reichten. Jede Runde verlangte von den Teilnehmern sowohl Fachwissen als auch schnelle Erinnerungsfähigkeit.
Richtergremium
Am Richtertisch saßen langjährige EFF‑Mitarbeiter: die scheidende Executive Director Cindy Cohn, die neue Executive Director Nicole Ozer und der Cyberlaw‑Richter Mike Masnick, Gründer von Techdirt und Empfänger eines EFF‑Preises im Jahr 2020.
Teilnehmende Teams
Unter den acht angetretenen Teams befanden sich Shady Docket, Byte Club, Flock U, This Is Why We Can’t Have Nice Precedent, Nicky’s Angels und Betamaxxers. Byte Club bot nach einer Frage zu Afromans Rechtsstreit gegen örtliche Behörden eine musikalische Darbietung an, die jedoch vom Richtergremium höflich abgelehnt wurde.
Spannende Entscheidungen
In der Runde „You Can Call Me AI“ wurden aktuelle Fälle rund um ICE‑Apps, anti‑ICE‑Apps und jüngste Verleumdungsprozesse gegen den amtierenden Präsidenten behandelt. Eine weitere Frage forderte das Publikum heraus, den Namen des Anwalts zu nennen, der vier Jahre lang vor dem Obersten Gerichtshof argumentierte.
Erster Platz und Tiebreaker
Zum ersten Mal in der Geschichte der Trivia Night endeten drei Teams mit identischer Punktzahl, sodass ein zweistufiger Tiebreaker nötig war. Die Abschlussfrage lautete: Wie viele Anfragen nach Regierungsinformationen erhielt OpenAI im ersten Halbjahr 2025? Während alle Teams die reale Zahl von 146 überschätzten, lag das niedrigste Schätzvolumen bei 260 – ein Ergebnis, das Shady Docket zum Sieger machte.
Reaktionen und Auszeichnungen
Teammitglied Erin Simon von Shady Docket erklärte nach dem Sieg: „Wir schätzen die EFF, aber wir lieben es noch mehr, andere Trivia‑Teams zu übertreffen.“ Nicky’s Angels belegten den zweiten Platz, gefolgt von den Betamaxxers, die in der Runde zur Meinungsfreiheit sämtliche Fragen korrekt beantworteten.
Sponsoren und Aufruf
Die Veranstaltung wurde von den Kanzleien Morrison Foerster, Fenwick, Wilson Sonsini und Public Resource unterstützt, die das EFF‑Rechtspraktikantenprogramm fördern. Interessierte Juristen werden eingeladen, sich in die EFF‑Cooperating‑Attorneys‑Liste einzutragen, um bei Bedarf rechtliche Unterstützung zu erhalten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Electronic Frontier Foundation, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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