Die Situation der LGBTQ+-Gemeinschaft in Hongkong hat sich seit dem Inkrafttreten des Nationalen Sicherheitsgesetzes (NSL) im Jahr 2020 deutlich verändert. Nach Angaben von Aktivisten wird die Möglichkeit, öffentliche Veranstaltungen zu organisieren, stark eingeschränkt, während staatliche Stellen lediglich das Minimum an Menschenrechten gewährleisten, das von den Vereinten Nationen gefordert wird.
Rechtlicher Rahmen und politische Entwicklung
Laut einem Interview mit dem Aktivisten Peregrine, der seit den frühen 1990er‑Jahren im Bereich der Gleichstellung aktiv ist, war die LGBTQ+-Gemeinschaft früher eng mit der pro‑demokratischen Bewegung verbunden. Die Verabschiedung des NSL habe jedoch zu einer allgemeinen Abschwächung der Unterstützung seitens pro‑establishmentarischer Gruppen geführt, weil diese nun eine engere Ausrichtung an Pekings Position suchen.
Verschiebung öffentlicher Veranstaltungen
Seit 2023 musste die jährliche Pride Parade in Innenräume verlegt werden, weil keine öffentlichen Orte mehr zur Verfügung standen. Ähnlich wurde das Gay‑Games‑Event 2023 verkleinert und das Pink‑Dot‑Karneval 2025 und 2026 mehrfach von Behörden wie dem West Kowloon Cultural District Authority bzw. Link REIT abgelehnt, sodass das Ereignis online oder in geschlossenen Räumen stattfinden musste.
Finanzielle UnterstĂĽtzung und institutionelle RĂĽckzĂĽge
Nach Angaben von Peregrine haben staatliche Förderungen, etwa durch die Equal Opportunities Commission, stark nachgelassen. Auch große Wohltätigkeitsorganisationen haben ihre Zuschüsse reduziert, weil sie befürchten, ihre staatliche Unterstützung zu verlieren. 2023 wurde das vom Rundfunkanstalt betriebene Programm „We are Family“, das seit 2006 über sexuelle Vielfalt informierte, eingestellt.
Strategien der Gemeinschaft und neue Räume
Die Aktivisten setzen vermehrt auf digitale Plattformen, insbesondere Threads, um informelle „Queer‑Spaces
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