Eisbildung im Hudson River während Kälteperiode im Januar 2026
Ein ungewöhnlich starkes Kälteereignis im späten Januar 2026 ließ den Hudson River entlang der Westküste Manhattans teilweise zufrieren. Das Phänomen trat im Rahmen einer mehrwöchigen Kaltphase auf, die weite Teile des östlichen Nordamerikas erfasste.
Satellitenaufnahme und Farbinterpretation
Am 28. Januar 2026 erfasste der Operational Land Imager (OLI) an Bord von Landsat 8 ein Bild des betroffenen Gebiets. Das Bild wurde im False‑Color‑Modus (Bänder 5‑4‑3) dargestellt, sodass Eis in hellblau, offenes Wasser und Schnee in anderen Farbtönen erscheinen und die Vegetation rot dargestellt wird.
Temperaturverlauf
Die Temperaturen in New York City fielen am 24. Januar erstmals unter den Gefrierpunkt und blieben mehr als eine Woche darunter. Am 28. Januar erreichte die Höchsttemperatur 23 °F (‑5 °C), während die nächtlichen Tiefstwerte weiter unter dem Gefrierpunkt lagen.
Ursachen der Eisbildung
Experten erklären, dass das Eis größtenteils aus weiter stromaufwärts liegenden Abschnitten des Flusses stammt, wo schwächere Gezeitenströmungen und geringere Salinität das Gefrieren bei höheren Temperaturen ermöglichen. Ein vollständiges Durchfrieren des Hudsons um Manhattan ist selten; das letzte vollständige Ereignis wird auf das Jahr 1888 datiert.
Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur
Die Eisansammlung war ausreichend, um den Betrieb der NYC Ferry für mehrere Tage auszusetzen. Solche Eisbedingungen können zudem zu Hochwasser, Schäden an Infrastrukturen und Veränderungen der Wasserqualität sowie der aquatischen Lebensräume führen.
Fernerkundung zur Überwachung
Wissenschaftler, Behörden und Einsatzkräfte setzen vermehrt auf Fernerkundungstechnologien wie Synthetic‑Aperture‑Radar und hyperspektrale Bildgebung, um Flusseis zu überwachen. Verbesserte Daten unterstützen das Wassermanagement und die Abschwächung von Infrastruktur‑ und Ökosystem‑Risiken.
Weitere winterliche Phänomene
Ein nachfolgender Wintersturm brachte am 25. Januar rund 30 cm Neuschnee nach Central Park. Durch die niedrige Sonnenposition entstanden lange Schatten über den Hochhäusern von Midtown und Lower Manhattan.
Folklore und Wetterprognosen
Am 2. Februar wurde in Staten Island der groundhog Chuck gesichtet, dessen Auftauchen nach lokaler Folklore sechs weitere Wochen Winter ankündigt. Laut Vergleich mit Daten des NOAA National Centers for Environmental Information gilt Chuck in diesem Jahr als besonders zuverlässig. Der Nationale Wetterdienst prognostizierte weiterhin unterdurchschnittliche Temperaturen und ein erneutes Eindringen arktischer Luftmassen am Wochenende.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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