USA: Empfehlungen für Lebensmitteltausch steigern Gesundheit und senken CO2-Emissionen im Online-Einkauf
Studienziel und Teilnehmer
In einer randomisierten Parallelstudie wurden 1.201 US‑Erwachsene im Alter von 18 Jahren und älter untersucht, ob empfohlene Lebensmittel‑Tausche die gesundheitliche Bewertung und den CO2‑Fußabdruck von Online‑Lebensmitteleinkäufen verbessern. Die Teilnehmenden wurden anschließend in vier Arme aufgeteilt: Klimatausch (n = 301), Gesundheitstausch (n = 300), kombinierter Klimatausch + Gesundheitstausch (n = 300) und Kontrollgruppe (n = 300).
Versuchsaufbau
Der Versuch umfasste drei wöchentliche Sitzungen. Beim ersten Besuch kauften die Teilnehmenden in einem natürlichen Online‑Supermarkt ohne Intervention ein. Danach erfolgte die Randomisierung und die beiden folgenden Besuche wurden mit den jeweiligen Interventionen durchgeführt. Die Teilnehmenden waren über ihre Zuordnung informiert, jedoch nicht verblindet.
Auswirkungen auf die Gesundheitsbewertung
Die Analyse nach dem Intent‑to‑Treat‑Prinzip zeigte, dass alle drei Interventionsarme die Gesundheitsbewertung der ausgewählten Produkte im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserten: Klimatausch (B = 2,4, 95 % CI [1,1 – 3,7]), Gesundheitstausch (B = 4,7, 95 % CI [3,3 – 6,0]) und kombinierter Tausch (B = 4,0, 95 % CI [2,7 – 5,4]); alle p‑Werte < 0,001. Der Gesundheitstausch und der kombinierte Tausch erzielten höhere Verbesserungen als der reine Klimatausch (p ≤ 0,02), während sich die beiden erstgenannten nicht signifikant unterschieden (p = 0,34).
Auswirkungen auf den CO2‑Fußabdruck
Bezüglich des CO2‑Fußabdrucks reduzierten der Klimatausch (B = ‑3,3 kg CO2‑eq/kg, 95 % CI [‑4,6 – ‑2,1], p < 0,001) und der kombinierte Tausch (B = ‑2,8 kg CO2‑eq/kg, 95 % CI [‑4,1 – ‑1,6], p < 0,001) die Emissionen im Vergleich zur Kontrolle, während der Gesundheitstausch keinen signifikanten Effekt zeigte (B = ‑0,4 kg CO2‑eq/kg, 95 % CI [‑1,7 – 0,8], p = 0,51). Die Reduktionen im Klimatausch waren stärker als im Gesundheitstausch (p < 0,001) und unterschieden sich nicht vom kombinierten Tausch (p = 0,43).
Vergleich der Interventionsarme
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sowohl rein gesundheitliche als auch rein klimabezogene Empfehlungen die Gesundheitsbewertung verbessern, jedoch nur klimabezogene Empfehlungen die CO2‑Emissionen signifikant senken. Der kombinierte Ansatz liefert Vorteile in beiden Dimensionen, ohne dass ein signifikanter Unterschied zum reinen Gesundheitstausch bei der Gesundheitsbewertung besteht.
Analyse von Untergruppen
Die Effekte auf Gesundheitsbewertung und CO2‑Fußabdruck variierten nicht nach Alter, Gesundheitsbewusstsein oder Umweltbewusstsein der Teilnehmenden (Interaktions‑p‑Werte ≥ 0,10).
Einschränkungen der Studie
Die Stichprobe wies leichte Abweichungen von der Gesamtbevölkerung der USA auf, und die Ergebnisse lassen sich nicht ohne Weiteres auf stationäre Einzelhandelsumgebungen übertragen.
Implikationen für die Praxis
Die Befunde legen nahe, dass gezielte Empfehlungen zum Austausch von Lebensmitteln in Online‑Shop‑Umgebungen sowohl die Gesundheit der Konsumenten als auch die Umweltbelastung positiv beeinflussen können.
Registrierung und weitere Informationen
Die klinische Studie ist unter ClinicalTrials.gov (NCT#06648226) registriert; die Erstregistrierung erfolgte am 16. Oktober 2024.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS Medicine, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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