Hintergrund
Ein Team von Wissenschaftlern untersuchte das Potenzial endophytischer Pilze als Quelle bioaktiver Verbindungen. Dabei richtete sich das Augenmerk auf Neopestalotiopsis clavispora, ein Pilz, der aus der Rinde von Oroxylum indicum Kurz isoliert wurde.
Methodik
Der Pilzextrakt wurde mittels UPLC‑MS analysiert, um die sekundären Metaboliten zu identifizieren. Für die Bewertung der antioxidativen Kapazität kam ein DPPH‑Radikal‑Scavenging‑Assay zum Einsatz. Zusätzlich wurden in silico‑Studien, darunter Molekulardocking und Molekulardynamik‑Simulationen, durchgeführt. Für die In‑vivo‑Bewertung erhielten Schweizer Albinoschweine Mäuse über fünf Tage täglich 100 mg kg⁻¹ Körpergewicht des Extrakts, bevor sie einer 2 Gy Gamma‑Strahlung ausgesetzt wurden.
Chemische Analyse
Die UPLC‑MS‑Daten zeigten, dass cimicifoetiside B mit einem relativen Anteil von 44 % die dominierende Verbindung im Extrakt war. Weitere, weniger abundant vorkommende Metaboliten wurden ebenfalls erfasst, jedoch nicht weiter thematisiert.
Antioxidative Wirksamkeit in vitro
Im DPPH‑Assay erreichte der Extrakt eine IC₅₀ von 82,86 µg mL⁻¹, während Ascorbinsäure als Referenzwert eine IC₅₀ von 19,01 µg mL⁻¹ zeigte. Das Ergebnis deutet auf eine moderate Radikalfänger‑Aktivität des Pilzextrakts hin.
Computational Modeling
Das Molekulardocking von cimicifoetiside B gegen das Antioxidationsenzym Superoxiddismutase (SOD) ergab einen Docking‑Score von –4,96 kcal mol⁻¹ und eine Wasserstoffbrückenbindung. Die nachfolgenden Molekulardynamik‑Simulationen bestätigten die Bindung mit einer durchschnittlichen Bindungsenergie von –12,36 ± 2,32 kcal mol⁻¹, was auf eine potenzielle Interaktion hinweist.
In‑vivo‑Ergebnisse</
Ende der Uebertragung