Wissenschaft & Forschung: Fortschritte im Verständnis von G-protein-gekoppelten Rezeptoren
G-protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von Umweltreizen in der eukaryotischen Vielfalt. Obwohl GPCRs in Metazoen relativ gut charakterisiert sind, ist die GPCR-Signalisierung in ihrer Schwestergruppe, den Choanoflagellaten, und in anderen nahen Verwandten der Metazoen (CRMs) schlecht verstanden.
GPCR-Diversität und -Evolution in Choanoflagellaten
In dieser Studie untersuchen wir die GPCR-Diversität und -Evolution in Choanoflagellaten, indem wir einen Katalog von 918 GPCRs, 141 G-Proteinen und 367 assoziierten Regulatoren aus 23 Choanoflagellat-Genomen und Transkriptomen erstellen. Wir fanden heraus, dass das Repertoire der Choanoflagellat-GPCRs größer und vielfältiger ist, als bisher angenommen, mit 18 GPCR-Familien, die in Choanoflagellaten gefunden wurden, von denen 12 Familien neu in diesen Organismen identifiziert wurden.
Vergleichende Analysen und Bedeutung
Vergleichende Analysen ergaben, dass die meisten Choanoflagellat-GPCR-Familien in Metazoen und/oder anderen eukaryotischen Linien konserviert sind. Adhäsions-GPCRs und eine Klasse von GPCRs, die an Kinase fusioniert sind (die GPCR-TKL/Ks), sind die häufigsten GPCRs in Choanoflagellaten. Die Identifizierung von GPCR-Repertoires in CRMs und anderen Nicht-Metazoen verfeinert unser Verständnis der metazoischen GPCR-Evolution und offenbart die Existenz bisher unberichteter GPCR-Familien in Metazoen und an der Wurzel des eukaryotischen Baumes.
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