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Epigenetische Alterungsuhren zeigen geringere Genauigkeit bei gemischten Populationen
AI GENERATED 04.08.2026 18:40 Wissenschaft und Forschung

Epigenetische Alterungsuhren zeigen geringere Genauigkeit bei gemischten Populationen

Eine aktuelle Analyse hat ergeben, dass epigenetische Alterungsuhren, die auf DNA-Methylierungsmustern basieren, bei Personen mit gemischter genetischer Herkunft deutlich weniger präzise das chronologische Alter vorhersagen und zudem Schwierigkeiten…

Eine aktuelle Analyse hat ergeben, dass epigenetische Alterungsuhren, die auf DNA-Methylierungsmustern basieren, bei Personen mit gemischter genetischer Herkunft deutlich weniger präzise das chronologische Alter vorhersagen und zudem Schwierigkeiten haben, altersbedingte Beschleunigungen bei Alzheimer‑Patienten zu erkennen.

Untersuchungsdesign und Stichprobe

Forscher haben dafür 621 Alzheimer‑Patienten und passende Kontrollpersonen aus afroamerikanischen, hispanischen und weißen Kohorten herangezogen. Zusätzlich wurden über 2 500 Personen europäischer und afrikanischer Abstammung aus drei weiteren Datensätzen einbezogen, um die Ergebnisse zu validieren.

Genauigkeit der Uhren in unterschiedlichen Ancestrien

Die Ergebnisse zeigen, dass die Uhren im weißen Kollektiv die chronologische Altersschätzung am besten reproduzieren. In den gemischten Kohorten, insbesondere bei starkem afrikanischem Erbanteil, sinkt die Vorhersagegenauigkeit merklich.

Erkennung von Altersbeschleunigung bei Alzheimer

Ein weiteres Ergebnis verdeutlicht, dass die Uhren in den gemischten Gruppen keine konsistente Altersbeschleunigung bei Alzheimer‑Patienten im Vergleich zu den Kontrollen nachweisen konnten.

Analyse der zugrunde liegenden CpG‑Stellen

Um mögliche Ursachen zu identifizieren, haben die Autoren die CpG‑Stellen der Uhren mit Daten zu Methylierung, erblichen Varianten und meQTL aus globalen Populationen überlagert. Sie fanden häufige Unterschiede in der Methylierung zwischen afrikanischen und europäischen Personen an den relevanten CpG‑Stellen. Während erbliche Varianten selten die CpG‑Stellen direkt beeinflussen, weisen viele dieser Stellen meQTL‑Assoziationen mit deutlich höherer Frequenz in afrikanischen Ancestrien auf.

Implikationen für die Weiterentwicklung

Die Untersuchung legt nahe, dass zukünftige Modelle zur Altersbestimmung die genetischen und epigenetischen Unterschiede zwischen Populationen stärker berücksichtigen müssen, um eine breitere Anwendbarkeit zu erreichen.

Vorschläge zur Verbesserung der Portabilität

Die Autoren empfehlen, Trainingsdatensätze zu erweitern, um Vertreter aus verschiedenen Ancestrien einzubeziehen, und die Modellparameter an populationsspezifische Methylierungsmuster anzupassen.

Schlussfolgerung

Insgesamt verdeutlicht die Studie, dass aktuelle epigenetische Alterungsuhren ihre Vorhersagekraft verlieren, wenn sie ohne Anpassungen auf genetisch diverse Gruppen angewendet werden, und bietet konkrete Ansatzpunkte für die Optimierung zukünftiger Biomarker‑Modelle.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von eLife, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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