Am 16. Juni erhielt eine 24‑jährige Patientin aus dem Vorort Gudele in Juba während einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung den Befund, dass sie Hepatitis B-positiv, jedoch HIV‑ und Syphilis‑negativ ist. Trotz der Diagnose konnte ihr Neugeborenes nach ärztlicher Intervention frei von allen drei Infektionen bleiben.
Diagnose und Behandlung
Die Patientin berichtete, dass das medizinische Personal ihr erklärte, das Risiko einer Mutter‑zu‑Kind‑Übertragung von Hepatitis B durch rechtzeitige Impfung und ggf. Therapie stark reduziert werden könne. Die betreuende Hebamme ordnete an, dem Neugeborenen innerhalb von 24 Stunden die Hepatitis‑B‑Impfung zu verabreichen und den vollständigen Impfplan zu folgen. Zusätzlich wurde die Patientin angewiesen, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und die verordneten Medikamente einzunehmen.
Erfolgreiche Prävention
Nach konsequenter Befolgung der ärztlichen Anweisungen war das Kind ein Jahr nach der Geburt sowohl auf Hepatitis B, HIV als auch auf Syphilis negativ getestet, womit die vertikale Transmission wirksam verhindert wurde. Die Patientin, die Hauptverdiener ihrer Familie ist, äußerte sich motiviert, weitere Kinder zu bekommen, da sie die Wirksamkeit der Maßnahmen erlebt habe.
Hintergrund der Hepatitis‑B‑Belastung
Laut WHO‑Daten verursachte die Virushepatitis im Jahr 2024 weltweit 1,3 Millionen Todesfälle, davon entfielen 1,1 Millionen auf Hepatitis B und 242 000 auf Hepatitis C. Im selben Jahr wurden 1,8 Millionen neue Hepatitis‑Infektionen registriert, darunter 900 000 Neuinfektionen mit Hepatitis B und 900 000 mit Hepatitis C. Südsudan gehört zu den Ländern mit hoher Hepatitis‑B‑Prävalenz.
Nationale Initiative zur Dreifach‑Eliminierung
Im späten Jahr 2025 startete das südsudanes Gesundheitsministerium die „Triple Elimination Initiative“, die die Prävention, das Testen, die Behandlung und die Nachsorge von HIV, Syphilis und Hepatitis B in der Schwangerschaft integriert. Dr. Oromo Francis, Unterstaatssekretär im Gesundheitsministerium, betonte, dass die Verhinderung der Mutter‑zu‑Kind‑Übertragung eine der wirksamsten Investitionen in die Zukunft der Kinder sei.
Unterstützung durch die WHO
Die Weltgesundheitsorganisation intensivierte ihre Unterstützung, indem sie das Ministerium bei der Umsetzung neuer WHO‑Leitlinien, der Schulung von Gesundheitsmitarbeitern und der Sensibilisierung von Gemeinschaften beriet. Dr. Humphrey Karamagi, WHO‑Vertreter in Südsudan, verwies darauf, dass Aufklärung und frühzeitige Behandlung entscheidend seien, um die triple Belastung zu bewältigen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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