Eritrea hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte im Gesundheitssektor erzielt, wie der WHO-Vertreter für das Land, Dr. Mary Stephen, in einem Interview betonte. Die Verbesserungen beruhen auf einer konsequenten Ausrichtung auf primäre Gesundheitsversorgung, staatlicher Eigenverantwortung und gezielten Investitionen in Infrastruktur und Personal.
Erreichte Gesundheitsziele
Nach Angaben des Vertreters wurden die Mütter‑ und Kindersterblichkeit deutlich reduziert, die Impfquote ist auf über 90 % gestiegen und der Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten hat sich landesweit ausgeweitet. Diese Entwicklungen seien besonders bemerkenswert, da sie in einem ressourcenbeschränkten Umfeld erzielt wurden.
Rolle der Eigenverantwortung
Die Politik der Eigenverantwortung, also die langfristige Ausrichtung auf nationale Finanzierung und lokale Produktion, habe das Gesundheitssystem widerstandsfähiger gemacht. Durch die Stärkung von Gesundheitseinrichtungen, Laboren und der Ausbildung von Fachkräften könne das Land externe Schwankungen besser kompensieren.
Bedeutung der primären Gesundheitsversorgung
Der WHO-Vertreter erklärte, dass die primäre Gesundheitsversorgung das Fundament für eine universelle Gesundheitsdeckung bilde. Gemeinschaftsbasierte Programme, etwa das „Barefoot‑Doctors“-Projekt, ermöglichten den Zugang zu Prävention und Grundversorgung selbst in abgelegenen Regionen.
Nationales Fachwissen und Innovation
Besuche in Laboren und Forschungseinrichtungen zeigten Fortschritte in Bereichen wie Genomsequenzierung und regulatorischer Praxis. Der Vertreter betonte, dass Innovation nicht nur neue Technologien, sondern auch nachhaltige Verbesserungen von Prozessen und Servicequalität umfasse.
Partnerschaft mit der WHO
Die Zusammenarbeit zwischen Eritrea und der WHO konzentriere sich auf den Austausch technischer Expertise, die Stärkung von Kapazitäten und die Unterstützung bei Prioritäten wie primärer Gesundheitsversorgung, Notfallvorsorge und nicht übertragbaren Krankheiten. Das gegenseitige Vertrauen sei ein zentraler Erfolgsfaktor.
Ausblick
Starke staatliche Führung, engagierte Gesundheitsexperten und aktive Gemeinschaften geben dem Vertreter Zuversicht für die Zukunft. Trotz anhaltender Herausforderungen sei Eritrea gut positioniert, um die Gesundheitsversorgung weiter auszubauen und die Resilienz des Systems zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Weltgesundheitsorganisation, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung