Am Mittwoch haben erneute Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus, ausgelöst durch die Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran, die internationalen Energiemärkte beunruhigt und die UN-Organisation IMO zu höchster Zurückhaltung aufgerufen.
UN-Vertreter verurteilen die Eskalation
Arsenio Dominguez, Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO), bezeichnete die Angriffe der letzten zwei Tage als „rücksichtslos“ und warnte Flaggenstaaten sowie Reeder, ihre Schiffe nicht unnötigen Gefahren auszusetzen.
UN-Generalsekretär warnt vor Folgen
António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, bezeichnete die Wiederaufnahme von Angriffen und Gegenschlägen als alarmierend und betonte das Risiko, die diplomatischen Fortschritte seit dem Waffenstillstandsabkommen im April zu gefährden.
Auswirkungen auf die Schifffahrt
Rund 6 000 Seefahrer bleiben nach Angaben der UN in der Straße von Hormus gestrandet, während das tägliche Durchsatzvolumen von etwa 130 Schiffen stark zurückgegangen ist.
Wirtschaftliche Konsequenzen laut UNECE
Dario Liguti, Direktor der Abteilung für Energie, Wohnen und Landmanagement bei der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE), warnte, dass die Preise und deren Volatilität hoch bleiben und Lieferengpässe insbesondere in lokalen Märkten anhalten werden.
Strategische Reserven und zukünftige Risiken
Liguti wies darauf hin, dass die strategischen Ölreserven auf einem Jahrzehnttief stehen und ein Fortbestehen der Instabilität zu einem erneuten Preisanstieg sowie zu Engpässen bei Rohstoffen führen könnte.
Zusätzliche Belastungen durch Hitzewellen
Ein starkes El Niño, das im Sommer zu extremen Hitzeperioden führt, erhöhe den Energieverbrauch für Kühlung, setze die Infrastruktur unter Druck und beeinträchtige die Wasserversorgung für Kraftwerkskühlungen, erklärte Liguti.
Handlungsempfehlungen der UN
Die UNECE fordert den raschen Ausbau von Resilienzmaßnahmen, Energieeffizienz und die Aufstockung von Reserven, während langfristig ein verstärktes Interesse an heimischer Energieproduktion und erneuerbaren Quellen beobachtet wird.
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