Am 12. Februar startete um 16:45 GMT/17:45 CET der erste Ariane‑6‑Träger mit vier Boostern vom europäischen Raumfahrtzentrum in Französisch‑Guayana und brachte 32 Amazon‑Leo‑Satelliten in die Erdumlaufbahn.
Startdetails
Der Start erfolgte von der Startrampe des Raumfahrtzentrums, wobei die Startzeit exakt nach Koordinierter Weltzeit (GMT) und Mitteleuropäischer Zeit (CET) angegeben wurde. Der Träger verfolgte einen Flugweg zum niedrigen Erdorbit, wo die Satelliten ihre Einsatzposition erreichten.
Konfiguration des Trägers
Der Ariane‑6‑Träger kann je nach Auftrag mit zwei oder vier Boostern betrieben werden und verfügt über ein variabel einsetzbares Nackenstück, das sich vertikal in zwei Hälften teilen lässt. Beim genannten Flug wurde die vier‑Booster‑Variante, bekannt als Ariane‑64, eingesetzt, die erstmals zusammen mit einem langen Nackenstück verwendet wurde.
Leistungsfähigkeit
Durch die zusätzlichen zwei Booster kann der Träger rund 21,6 Tonnen Nutzlast in den niedrigen Erdorbit transportieren – mehr als das Doppelte der 10,3 Tonnen, die mit nur zwei Boostern möglich sind. Diese Steigerung eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten für schwere Satelliten und komplexe Missionen.
Bedeutung des Flugs
Der Flug markierte den sechsten Ariane‑6‑Start, war jedoch der erste, der die vier‑Booster‑Konfiguration sowie das lange Nackenstück kombinierte. Damit demonstrierte die Europäische Weltraumorganisation die Flexibilität des Trägers für zukünftige, anspruchsvolle Missionen.
Technologie der Booster
Die eingesetzten P120C‑Booster gehören zu den leistungsstärksten Einteilstufen, die derzeit weltweit in Produktion sind. Ihre hohe Schubkraft trägt entscheidend zur erhöhten Nutzlastkapazität des Trägers bei.
Ausblick
Die erfolgreiche Mission legt den Grundstein für weitere Starts mit der Ariane‑64‑Variante und unterstützt die wachsende Nachfrage nach großvolumigen Satellitenkonstellationen im Low‑Earth‑Orbit.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
