Ein neuer Rover namens MAGPIE, der erste europäische Mondrover, soll im Jahr 2029 starten, um die Südpolregion des Mondes zu untersuchen und dort Wasser sowie andere flüchtige Stoffe zu messen.
Mission und Ziele
MAGPIE (Mission for Advanced Geophysics and Polar Ice Exploration) ist für einen Einsatz von etwa zehn Erdtagen ausgelegt. Der Rover ist mit einer Bohrvorrichtung, einem Volatil-Analysator, einem bodenpenetrierenden Radar und einem Neutronendetektor ausgestattet, um die geologische Beschaffenheit und das Vorhandensein von Ressourcen im lunaren Untergrund zu analysieren.
Partner und Auftragnehmer
Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) hat ispace‑Europe als Hauptauftragnehmer ausgewählt, den Rover zu bauen, zu entwickeln und in den Orbit zu bringen. Der Start erfolgt im Rahmen von ispace‑Europe‑Mission 4, die gemeinsam mit der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA durchgeführt wird.
Aussagen der Verantwortlichen
„Der Südpol des Mondes ist ein zentraler Zielort für künftige Erkundungen. Durch das Sondieren von Wasser und anderen flüchtigen Ressourcen liefert MAGPIE entscheidende Erkenntnisse für die nächste Phase einer nachhaltigen Mondforschung“, erklärte Daniel Neuenschwander, ESA‑Direktor für Menschliche und Robotische Erkundung.
„MAGPIE vereint europäische Spitzenkompetenz in Wissenschaft und Technik mit einer klaren kommerziellen Ausrichtung. Das Projekt stärkt Europas operative Fähigkeit auf dem Mond und legt Grundlagen für weitere Missionen weltweit“, sagte Julien‑Alexandre Lamamy, CEO bei ispace‑Europe.
Technische Daten
Der Rover wird voraussichtlich etwa zehn Erdtage auf der Mondoberfläche aktiv sein und dabei kontinuierlich Daten an die Erde übermitteln. Die geplante Flugbahn nutzt den ispace‑Mission‑4‑Lander, der die Kosten und Entwicklungszeiten gegenüber traditionellen Missionen reduziert.
Ausblick
Weitere Details zu den kleinen ESA‑Missionen und zu weiteren Mondprojekten werden voraussichtlich im Oktober veröffentlicht, um das öffentliche Interesse an europäischen Weltraumvorhaben zu stärken.</
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