International: Erweiterte Impfkampagne erreicht entlegene Bevölkerungsgruppen in Eritrea
Die Gesundheitsbehörden Eritreas haben zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weiteren Partnern im April 2026 ein umfassendes Programm gestartet, um Impfungen in den schwer zugänglichen Bergregionen des Landes zu verbreiten. Ziel ist es, die Grundimmunisierung von Bürgern unter zwei Jahren, von neunjährigen Schülern sowie von Personen im gebärfähigen Alter zu erhöhen.
Geografische und soziale HĂĽrden
Das zentrale Hochland Eritreas ist von saisonal wandernden Bevölkerungsgruppen bewohnt, deren mobile Lebensweise den Zugang zu medizinischen Grundversorgungen erschwert. Zusätzlich führen das felsige Terrain und kulturelle Gepflogenheiten zu erhöhten Gesundheitsrisiken, insbesondere für schwangere Bürger und für Kinder, die aufgrund von Isolation häufig nicht geimpft werden.
Strategische MaĂźnahmen
Um diese Barrieren zu überwinden, wurden rund 90 Impfärzte und über 200 Gemeindearbeiter sowie Aufsichtspersonen eingesetzt, die gemeinsam mit den sogenannten „Barfußärzten“ – lokalen Gesundheitshelfern, die seit Jahrzehnten in entlegenen Gebieten tätig sind – Hausbesuche durchführen. Das Konzept der Barfußärzte, das ursprünglich in China entwickelt wurde, wird in Eritrea seit der Unabhängigkeitszeit adaptiert und modernisiert.
Stimmen aus dem Feld
„Unsere Barfußärzte besuchen Familien, informieren sie über die Impfungen und begleiten Kinder, die Termine verpasst haben, zu den Gesundheitsstationen“, erklärt Milkias Negash, Leiter der Dirfo-Gesundheitsstation im zentralen Eritrea.
Erreichte Impfquoten
Laut den offiziellen Daten des Landes erreichte die Impfquote für alle 13 für die Grundimmunisierung empfohlenen Antigene 95 % bei Kindern unter 12 Monaten und 97 % bei Kindern im Alter von 24 bis 35 Monaten am Ende der Jahre 2024 und 2025. In den entlegenen Gebieten wurden ebenfalls vergleichbare Raten erzielt.
Rückmeldungen der Bevölkerung
Ein Einwohner des Dorfes Dirfo äußerte: „Das Programm der Regierung schützt unsere Kinder vor Krankheiten. Sie sind jetzt gesünder, und dafür sind wir dankbar.“
Finanzierung und Partner
Die Impfstoffe werden von Gavi, der Impfstoff-Allianz, finanziert, während UNICEF die Beschaffung übernimmt. Für die operative Durchführung der vier Intensivierungsrunden im Jahr 2024 und 2025 stellte die WHO die Kosten für Unterbringung, Schulungen, Tagespauschalen und Transport bereit, unterstützt durch das Gavi Targeted Country Assistance und den UN Central Emergency Relief Fund.
Umsetzung vor Ort
Alle zwei Monate organisieren die Gesundheitsstationen Outreach‑Aktivitäten in sieben abgelegenen Dörfern. Vier dieser Dörfer können mit Fahrzeugen erreicht werden, die übrigen drei nur zu Fuß oder mit dem Kamel. Trotz dieser logistischen Herausforderungen wird sichergestellt, dass kein Kind zurückgelassen wird.
Motivation des Personals
Ein Assistenzpfleger der Dirfo‑Station betont: „Es gibt keine größere Freude, als zu wissen, dass jedes Kind geschützt ist.“ Das gemeinsame Engagement von Partnern, Gesundheitshelfern und lokalen Behörden legt laut Dr. Mary Stephen, WHO‑Vertreterin in Eritrea, ein starkes Fundament für zukünftige Impfaktionen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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